Ausstellungen

Schreibzeit

Hanne Darboven

29. Januar - 17. Februar 1983

Einladungskarte, Flyer zur Ausstellung von Hanne Darboven

Ein Jahr nachdem das Werk der international anerkannten Konzeptkünstlerin Hanne Darboven den deutschen Beitrag der Biennale in Venedig darstellte, richtete Uwe M. Schneede die erste Einzelausstellung der Künstlerin in ihrer Heimatstadt Hamburg aus. Gezeigt wurde ein Werkzyklus, der ab 1975 unter dem Titel "Schreibzeit" täglich von der Künstlerin erarbeitet wurde.

Jeden Tag schrieb Darboven festgelegte Rechenschritte mit dem jeweilig aktuellen Datum, sowie Abschriften von Lexikon- oder Zeitungsbeiträgen auf DIN A4 Bögen und ergänzte sie mit kleinformatigem Bildmaterial. So entstand nicht nur eine Visualisierung von fortschreitender Zeit, sondern auch ein "Plädoyer für eine politisch bewusste, wachsame Haltung, die die Gefahren eines neuen Faschismus und eines dritten Weltkriegs rechtzeitig erkennt, um ihnen entgegenwirken zu können." (Hans Dickel im Katalog zu "Wende 80" im Bonner Kunstverein, 1982)

Zur Ausstellung ist ein Katalog erscheinen. (vergriffen)