Ausstellungen

Mit einem Rückblick auf Hodler und Munch

Todesbilder in der zeitgenössischen Kunst

23. April - 5. Juni 1983

Ferdinand Hodler, Die sterbende Valentine Godé-Darel, 1915

Ben D’Armagnac, Joseph Beuys, Günter Brus, Jochen Gerz, Hetum Gruber, Ferdinand Hodler, Alfred Hrdlicka, Werner Knaupp, Edvard Munch, Arnulf Rainer, Ulrique Rosenbach, Rudolf Schwarzkogler

Mit einem der Hauptmotive der Kunst überhaupt, nämlich dem Tod, beschäftigt sich eine Gruppenausstellung, die Uwe M. Schneede in Zusammenarbeit mit dem Vereinsvorsitzenden Günther Gercken entwickelt hat. Neben zwei historischen Positionen, Grafiken und Zeichnungen von Edvard Munch und Ferdinand Hodler, zeigt die Ausstellung Arbeiten von insgesamt 10 zeitgenössischen Künstlern.

Joseph Beuys baute eigenhändig sein Environment "zeige deine Wunde" aus zwei Pathologieliegen und anderen Objekten auf, Arnulf Reiner zeigte übermalte Fotografien von Todesmasken, Günter Brus erläutert in comichaften Zeichnungen, dass das Leben allein das Vorspiel zum Tode ist, Ulrike Rosenbach gedenkt mit ihrer Installation "Denkmal für eine Verzweifelte" ihrer durch Suizid gestorbenen Mutter, in dem sie neben übergroßen Kränzen ein Video zeigt, das ein Gespräch zwischen ihr und ihrer Großmutter, der Mutter der Verstorbenen, zeigt.

Die in der Presse durchweg als sehr gelungene Ausstellung bewertete Ausstellung wurde später in der Städtischen Galerie im Lehnbachhaus, München, gezeigt.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. (vergriffen)