Ausstellungen

Rémy Zaugg

13. August - 11. Oktober 1992

Rémy Zaugg (*1943 Courgenay/Schweiz, †2005 Basel) machte die Wahrnehmungserfahrung zu seinem künstlerischen Thema. Seine Arbeit fand ihren Niederschlag nicht nur im bildnerischen Medium, sondern auch in rein sprachlichen Studien, die in Form von Traktaten veröffentlicht worden. Eine Konzentration allein auf "das Werden des unmittelbar Sichtbaren dank der Arbeit des Sinns", klammert Bildinhalte vollkommen aus, weil diese sich aus vorgeprägten Bedeutungen ergeben. Gefordert ist die absolute Unvoreingenommenheit des Subjektes, das dem Objekt gegenübersteht, ob es nun der Betrachter oder der Künstler selbst ist. Durch seine Theorie will er Wegbereiter einer neuen Kunst- und Selbsterfahrung des Betrachters sein. Sein Konzept liefert ein ungewöhnliches Beispiel, im Sinne neuer Denkstrukturen mit der Geschichte und Tradition einer Institution wie dem Kunstverein kreativ umzugehen.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. (vergriffen)