Ausstellungen

Jean Nouvel

17. Juni - 14. August 1994

Entmaterialisierung, Bildhaftigkeit, Kommunikation – diese drei Prinzipien umreißen die Architekturkonzeption des französischen Architekten Jean Nouvel (*1945 in  Fumel). Die Ausstellung des Kunstvereins visualisiert diese Motive in einer ungewöhnlichen Installation mit eigens produzierten Filmen und Diaprojektionen. "Die Zukunft der Architektur ist nicht architektonisch" – diese Leitidee Nouvels deutet Grenzverschiebungen an, denen die Ausstellung des Kunstvereins nachgeht. Das Bauwerk nimmt nicht mehr den ersten Platz in seinen Überlegungen ein. Das Vorstellungsbild wird stattdessen zum entscheidenden Kriterium einer Architektur, die die Imagination als wesentlichen Gestaltungsort anerkennt. Zeit, Informationsverarbeitung, Geschwindigkeit werden als zusätzliche Maßstäbe in die Architektur eingeführt. Architektur wird als Spiel von nicht näher definierten Orten und Räumen, von transparenten Elementen und Lichtern, von Immateriellem und Materiellem begriffen.

Gefördert von ZumTobel/Staff, VAP und der Kulturbehörde der Hansestadt Hamburg.
In Zusammenarbeit mit dem Architekturzentrum Wien und dem Centre George Pompidou Paris.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. (vergriffen)