Ausstellungen

Produktion und Strategie in Kunstprojekten seit 1969. Eine Ausstellungsfolge in sechs Etappen

dagegen/dabei

1. November - 18. Dezember 1994

Seit den 1960er Jahren haben sich KünstlerInnen verstärkt mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit auseinander gesetzt. Die eigenen Lebensumstände, innerhalb und außerhalb der künstlerischen Praxis, wurden als politisch begriffen. Die KünstlerInnen erkannten, dass die Vermittlungsstrukturen unmittelbar auf den Sinn der Werke einwirken. Die Rezeption wurde als konstruktiver Bestandteil der Kunst verstanden. Galerien und Museen boten für diesen Begriff von Kunst keinen entsprechenden Rahmen. Das Erfinden von Schauplätzen und Handlungsspielräumen wurde notwendig, um die eigene Arbeit öffentlich zu machen. Vom "Produzenten" der 1970er Jahre bis zur Rollen- und Diskurskritik der 1990er entwirft die Ausstellungsfolge einen exemplarischen Tätigkeitsbericht. Gezeigt werden Kunstprojekte, die auf das ambivalente Verhältnis zwischen Kunst und gesellschaftlichem Alltag, zwischen selbstorganisierter Initiative und Kunstinstitution reagiert haben. dagegen-dabei belegt Methoden und zeigt Resultate. Das Ausstellungsprojekt vergleicht Produktionsweisen und Strategien. Ein Spektrum der Auseinandersetzung wird umrissen, in dem sich der "Sinn" von Kunst aus der Vielfalt ökonomischer, ästhetischer und sozialer Bezüge ergibt.

Konzept und Organisation von Ulrich Dörrie und Bettina Sefkow.
Gefördert von der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg.