Ausstellungen

Absalon

20. Dezember 1994 - 28. Februar 1995

Nach der Lebensqualität in der Massengesellschaft fragt Absalon (*1964 in Ashod, †1993 in Paris). Der Kunstverein stellt vier Zellen aus seinem letzten Werkzyklus aus. In der kurzen Zeit seiner künstlerischen Arbeit hat der Künstler nach Maßstäben des Handelns gesucht, zunächst anhand kleinerer Modelle, schließlich durch den Bau begehbarer Zellen. Die schneeweißen Bauten wollte Absalon selbst bewohnen. Ihre klare Ordnung sollte seine Empfindungen, sein Verhalten definieren. Absalon leistet damit einen überraschenden Beitrag zum Thema Skulptur: Die eigene Identität wird zum Werkstoff. "Diese Behausungen werden Instrumente des Widerstands sein gegen eine Gesellschaft, die mich daran hindert, zu werden was ich sein soll", schreibt Absalon. Es ging ihm um Verhaltensweisen, die das normierte Alltagsleben nicht mehr erlaubt. Dennoch wollte er mit diesem Projekt keine Utopie formulieren. Die Zellen zielen auf seine eigene Existenz. Wenn sie ihrerseits als Modell genommen wird, dann liegt das außerhalb der Intentionen des Künstlers.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. (vergriffen)