Ausstellungen

Der lange Marsch zur Qualität

Werner Büttner

10. März - 17. April 1995

Werner Büttners (*1954 in Jena) Werkschau im Kunstverein gibt anhand von Texten, Zeichnungen und Gemälden Einblick in die Arbeit der letzten Jahre. Seine Malerei ist im Vergleich zu früheren Bildern nicht nur formstrenger geworden, sie leuchtet auch in intensiveren Farben. Durch ihre Zeichenhaftigkeit verweist sie noch stärker auf die Ideen, mit denen sie sich verbindet. Unter dem Titel Der lange Marsch zur Qualität zeigt Büttner zum ersten Mal Unterlagen zu Seminaren, die er an der HFBK Hamburg durchgeführt hat. Der Mix aus Zeitungsausschnitten, kunsthistorischen Exkursen, persönlichen Briefen und Notizen vermittelt Büttners Haltung zu Kunst und Wirklichkeit. Dem Alltäglichen zu seinem Recht verhelfen, dafür hat Büttner mit Mitteln seiner Kunst immer schon gearbeitet. Seine Werke sollen dem Normalen einen Resonanzboden liefern, der für versteckte Abnormitäten sensibilisiert. Büttner hält es mit Dionysios dem Karthäuser: "Das Meiste sieht man in einem dreckigen Spiegel und hört es als dunkles Wort."