Ausstellungen

Projekt in der Glaswand

Olafur Eliasson

22. April - 28. Mai 1995

Olafur Eliassons (*1967 in Kopenhagen) Fotosequenzen und Installationen wirken wie ein Echo der Weite und der Farben Islands. Seine Werke arbeiten mit der Idee des Sublimen, dabei setzt Eliasson den Betrachter ins Bild: Seine Lichtinstallationen schaffen Räume, die betreten werden können und eine individuelle Erfahrung ermöglichen. In der Glasvitrine des Kunstverein in Hamburg hält Eliasson eine große Wolke gefangen, die ein phosphorgelb leuchtendes Quadrat umspielt. Obwohl er vom "Erhabenen" fasziniert ist, stellt er es doch auch in Frage: Die Wolke erinnert nicht nur an die Bilder der Romantik, sie lässt auch an Rauch und Luftverschmutzung denken. Das Licht, zentrales Medium aller Installationen, ist nicht nur Metapher für Erkenntnis, sondern auch Medium der Information, Instrument von Überwachung. Schließlich steht das zentrale, leuchtende Quadrat eben nicht nur für ein Ideal, es ist gleichzeitig Zeichen gesellschaftlicher Normierung, der Regelung sozialer Prozesse.

Finanziert von der Hubertus Wald Stiftung Hamburg.