Ausstellungen

Malen und Fotografieren

Dieter Hacker

13. Juni - 23. Juli 1995

Welchen Sinn hat malen? hieß eine Ausstellung in Dieter Hackers (*1942 in Augsburg) 7. Produzentengalerie im Jahr 1975. Es ging darum, die eigenen Arbeitsbedingungen zu ändern, obwohl man ihnen selbst ausgesetzt war. Für diese Ausstellung nahm Hacker zum ersten Mal selbst einen Pinsel in die Hand. Mit einiger Mühe brachte er während der Dauer der Ausstellung ein Bild zusammen. "Das Bild war zwar fertig, aber wider Erwarten war das Thema Malerei damit nicht erledigt. Im Gegenteil… Ich hatte Blut geleckt." Hacker wandelte sich zum Maler, fotografierte aber mehr oder minder kontinuierlich weiter. Schon damals besaß das Fotografieren für ihn unterschiedliche Funktionen: Es dokumentiert das Privat- und das Künstlerleben, ist Mittel der Bewusstmachung, Ressource für Projekte. Diese Methode des Protokollierens, deren Produkte gelegentlich in die künstlerische Arbeit eingehen, verbindet in gewissem Sinn die beiden so kontrovers scheinenden Paradigmen. Blättert man die späteren Fotoserien durch, so scheint man auf das diskursive Grundgerüst von Hackers Malerei zu stoßen.

Der Kunstverein zeigt 200 Fotografien. Einige der Bilder hat Hacker zum Anlass genommen, größere Fotoarbeiten zu entwickeln.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. (vergriffen)