Ausstellungen

Grenzen der Moderne. Hans Arp und Franz West im Dialog

Franz West / Hans Arp

13. September - 3. November 1995

Einen Wandel der Werte umschreibt die Begegnung zweier Bildhauer im Kunstverein: Hans Arp (*1886 in Straßburg, †1966 in Basel) und Franz West (*1947 in Wien). Die Skulpturen Arps, einem der Väter des Dadaismus, scheinen natürlichen Wachstumsprinzipien zu gehorchen; sie erinnern an den menschlichen Körper genauso wie an Formen der Pflanzen- und Tierwelt. Die universalen Gesetze, von denen Arp sich geleitet fühlt, kann West nicht mehr dingfest machen. Seine Skulpturen, die denen Arps auf den ersten Blick ähneln, bauen auf Körpererfahrung. Sinngebungsversuche statt Wahrheit, Vergänglichkeit statt Transzendenz, Mischung der Kunstformen statt Purismus – so lässt sich ein Problemfeld umreißen, das die Ausstellung entfaltet. An zwei wichtigen Beispielen beleuchtet sie die Entwicklung der Skulptur; sie entstaubt aber auch einen der Großmeister der Moderne, dessen Werke im Kontrast mit Gegenwartskunst frische Aussagekraft erhalten.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.