Ausstellungen

Möglichkeit der Malerei

Günther Förg

1. März - 5. April 1996

Die Malerei hält sich in den 1980er Jahren nicht mehr an die Prinzipien, die ihr durch die Moderne vorgegeben wurden. Günther Förgs (*1952 Füssen) Werk umschreibt diese Normen, akzeptiert sie scheinbar und hebt sie dann doch auf. Die Ausstellung des Kunstvereins stellt die Auseinandersetzung an wenigen, zentralen Arbeiten dar. Die scheinbar abstrakten Bilder werden mit Assoziationen, mit Biographischem aufgeladen. Ihre Oberfläche wird geöffnet und gibt den Blick frei auf simulierte Wirklichkeiten. Die Autonomie des Kunstwerks wird durch die Gestaltung der Ausstellungsräume unterlaufen. Diese Agenda von Förgs künstlerischen Strategien zwischen 1975 und 1989 wird ergänzt durch einen Werkkomplex neuester Papierarbeiten. Die rund 70 dunklen Gouachen mit einem Schleier von Grau scheinen sich auf den ersten Blick alle zu gleichen. Das konzentrierte Sehen lässt dann die Formen entstehen, stiftet Ähnlichkeiten und Unterschiede.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. (vergriffen)