Ausstellungen

Glück

Carsten Höller

29. März - 5. Mai 1996

Nach Monaten in Eis und Schnee möchte Carsten Höller (*1961 Brüssel) den Hamburgern zu innerem Wohlbefinden verhelfen. Er hat einen Parcours aus Installationen und Bildern entwickelt, die den Besucher das "kleine Glück" finden lassen sollen. Höller geht davon aus, dass Glück kein Ziel in sich selbst darstellt, sondern im weitesten Sinne einen evolutionär geprägten Ursprung hat und reproduktiven Zwecken dient: Die Suche nach Glück bzw. das Vermeiden von Unglück sind wesentliche Motivationsfaktoren, die uns auf eine bestimmte Weise handeln lassen. Seine Ausstellung versammelt Instrumente, die ein Glücksgefühl auslösen können: ein großes Aquarium, intensive Lichtbestrahlung, ein Fluggerät, einen Rodelhügel, einen Massagestuhl. Zusätzlich schlägt er eine Brücke zwischen Kunst und Wissenschaft, denn es ist eine Experimentalanordnung zum Thema Glück, die wissenschaftliche Überlegungen aufgreift. "Vielleicht wird dadurch auch ein Verständnis der Funktion des Glücks möglich", schreibt Carsten Höller, "und damit auch eine Befreiung von der Zweckgerichtetheit des Glücks – hin zum freien, von reproduktiven Zusammenhängen gelösten Glück."

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. (vergriffen)