Ausstellungen

fast forward, Phase 1 - image

27. Februar - 26. April 1998

Eija-Liisa Ahtila, Fareed Armaly, Henry Bond, Rudolf Bonvie, Troy Brauntuch, Klaus vom Bruch, Werner Büttner, Walter Dahn, Peter Fischli, Isa Genzken, Liam Gillick, Johan Grimonprez, Pierre Huyghe, Karen Kilimnik, Martin Kippenberger, Astrid Klein, Barbara Kruger, Sherrie Levine, Robert Longo, Matt Mullican, Albert Oehlen, Markus Oehlen, Richard Prince, Josephine Pryde, Thomas Ruff, Cindy Sherman, Wolfgang Tillmans, Lincoln Tobier, David Weiss

fast forward ist als mehrteiliger Ausstellungszyklus konzipiert, der einen Schnelldurchlauf durch beinahe zwei Jahrzehnte künstlerischer Gestaltung liefert. Dabei werden nicht nur Schlüsselwerke der letzten 25 Jahre gezeigt, sondern das Projekt zielt ebenso auf eine Ideengeschichte der Kunst als Spiegel des kulturellen Umbruchs unserer Zeit. Zentrale Motive sind dabei die Rolle der Massenmedien, das Zirkulieren der Werke als Waren, das Verhältnis von Körper und Identität, die Umwertung des Geschichtsverständnisses, ein Agieren an politischen Brennpunkten der Gesellschaft und damit das Verhältnis von Museum und Öffentlichkeit. fast forward ist keine Aneinanderreihung von Gruppenausstellungen, sondern eine Szenenfolge, bei der die Werke/Akteure unterschiedlich lang auf der Bühne bleiben, sich ablösen oder wiederkehren. In verschiedenen Stationen werden dieselben Werke in neuem Kontext oder neue Werke von bereits vertrauten KünstlerInnen gezeigt.

Die erste Station image steht unter dem Motto "Was hätte van Gogh gemalt, wenn er täglich drei Stunden ferngesehen hätte?". Sie thematisiert die Wirkung der Massenmedien auf Kunst und Kultur. Künstlerinnen nutzten etwa Ende der 1970er Jahre das marginale Medium Fotografie, um ihre eigene marginalisierte Situation als Frauen in der Kunst zu reflektieren und zu verändern. Über das Wiederfotografieren wird die Rolle künstlerischer Originalität kritisiert. Film, Fernsehen, Bildjournalismus liefern dagegen Strategien der Vermittlung, in denen "Wirklichkeit" ihre Verlässlichkeit einbüßt. Die Subkultur bietet zum Mainstream alternative Kommunikationswege.