Ausstellungen

Triennale der Photographie

Stadtluft – Der urbane Raum als Medium von Macht

25. Juni - 22. August 1999

Erich Andres, Chargesheimer, Hans-Peter Feldmann, Rolf Gillhausen, Arno Fischer, Jitka Hanzlová, Marin Kasimir, Klaus Kinold, Herlinde Koelbl, Wolfgang Krolow, Robert Lebeck, Thomas Leuner, John Miller, Jean-Luc Moulène, Aura Rosenberg, Thomas Struth, Wilhelm Schürmann, Ulrich Wüst

Der Kunstverein zeigt aus Anlass der ersten Fototriennale die Ausstellung Stadtluft, die fünf Jahrzehnte Stadtentwicklung in West- und Ostdeutschland betrachtet. Von den Anfängen der zerbombten Häuserzeilen und dem beginnenden Geschäftsleben über die Formalisierung von Architektur und Leben in den 1970er Jahren bis zu den Hausinstandbesetzern der frühen 1980er Jahre reicht das Panorama. Den KünstlerInnen ist jeweils eine ganze Wand zugeordnet, so dass über Einzelbilder hinaus jeweils eine Haltung zur Wirklichkeit vermittelt wird. Neben den Werken von Reportern stehen die Arbeiten von Künstlern. Bewusst werden Beruf und Berufung ausgeklammert, die ästhetischen Qualitäten zielen letztlich auf eine politische Fragestellung: Die Architektur der Städte definiert Bewegungsräume, programmiert Erfahrungsmöglichkeiten. Raum und die politische Organisation von Raum drücken soziale Beziehungen aus und wirken gleichzeitig auf diese Beziehungen zurück. Die Ausstellung versucht, Zwänge und Freiräume aufzuzeigen, sie protokolliert das angepasste Verhalten und den schöpferischen Missbrauch.