Parallel economies
John Miller
3. Dezember 1999 - 30. Januar 2000
Mit Kunstwerken aus der Zeit von 1983 bis 1999 bietet die Retrospektive John
Millers (*1954 Cleveland/USA) Parallel Economies
einen außergewöhnlich umfangreichen Einblick in die vielseitige Arbeit
des Amerikaners. In den Fotografien, Gemälden, Skulpturen und
Installationen finden sich die Themen wieder, die mittlerweile eine
zentrale Rolle in der künstlerischen Auseinandersetzung spielen. Miller
untersucht die Konstruktion individueller und gesellschaftlicher
Identität vor dem Hintergrund der kapitalistischen Mediengesellschaft.
Für seine Analyse benutzt er stereotype Kommunikationsmittel wie
Landschaftsmalerei und Reisefotografie. Er holt sich Motive aus
Spielshows und Westernromantik und verarbeitet Schaufensterpuppen und
andere Errungenschaften der Werbe- und Warenwelt zu einem präzisen
sozialkritischen Kommentar. Gleichzeitig problematisiert er überkommene
Vorstellungen künstlerischer Autorenschaft und stellt den auratischen
Stellenwert des Kunstwerks in Frage.
In Zusammenarbeit mit dem Centre National d'Art Contemporain de Grenoble.
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. (vergriffen)