Ausstellungen

(Ich-Maschine)

Morgan Fisher

25. Februar - 26. März 2000

Die Ausstellung des Amerikaners Morgan Fisher (*1942 Washington) zeigt acht großflächige Projektionen, die einen Einblick in seine Arbeit von 1968 bis 1984 bieten. Auf Vorschlag des Kunstverein in Hamburg inszeniert Fisher zum ersten Mal seine Filme als Ausstellung. Der Unterschied zur klassischen Filmvorführung macht die Konventionalität der institutionellen Grenzen von Kino und Museum für den Besucher unmittelbar erfahrbar.
Morgan Fishers Kurzfilme befragen das Kino auf seine zugrunde liegenden Bedingungen. Der technische Apparat ist dabei genauso Thema wie der Filmvorführer. Dabei begibt sich Fisher jedoch nicht auf die Suche nach einer dem Film eigenen Essenz. Sein Ansatz beschränkt sich nicht auf eine Ontologie des Kinos. In Szenarios von 1 1/2 bis 35 Minuten Länge lässt er die verborgenen Mechanismen des Films zu Tage treten und verdeutlicht die ideologische Wirkung des Mediums. Fragen nach Realität und Abbild, nach der Gegenständlichkeit des Nichtmateriellen und den apparativen Strukturen des Kinos erhalten so eine politische Dimension.