Ausstellungen

Bodys Isek Kingelez

3. März - 6. Mai 2001

Installationsansicht

Bodys Isek Kingelez (*1948 in Kimbembele Ihunga, lebt in Kinshasa) fertigt seit den 1980er Jahren Architekturmodelle aus farbiger Pappe und Papier an. In seinen Modellen verarbeitet er das koloniale Erbe modernistischer Bauweise und nimmt gleichzeitig Bezug auf aktuelle städtebauliche Entwicklungen in seinem Heimatland. Die von ihm „Extrêmes Maquettes“ (Extreme Modelle) genannten Entwürfe thematisieren die soziale Bedeutung von Architektur und entwerfen urbane Utopien, in denen Überwachungsmechanismen durch den Staat hinfällig sind. Es gibt in den Städten von Kingelez weder Polizei, noch Gefängnisse und die größten Bauten sind Sportstadien oder öffentlich genutzte Einrichtungen. Diese städtebaulichen Visionen können auch als Kritik an den realen kapitalistisch und postkolonial geprägten Verhältnissen seines Landes gedeutet werden. Kingelez zählt zu den bekanntesten afrikanischen KünstlerInnen im internationalen Ausstellungswesen mit Beteiligungen an zahlreichen Gruppenausstellungen und Biennalen (u. a. Documenta 11).

Gefördert von Afrika-Verein, Hamburg und AFAA (Association Française d’Action Artistique)
Dank an C.A.A.C. – The Pigozzi Collection, Geneva