Ausstellungen

Tadeusz Rolke

27. April - 16. Juni 2002

Tadeusz Rolke (*1929 in Warschau, lebt in Warschau) zählt zu den bekanntesten polnischen Fotografen der Gegenwart. 1944 als Zwangsarbeiter nach Deutschland deportiert, kehrte er ein Jahr später nach Warschau zurück. 1952 wurde er von der Kommunistischen Sicherheitspolizei verhaftet und zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt, jedoch 1954 vorzeitig entlassen. Rolke, der bereits 1943, kurz vor dem Beginn des Warschauer Aufstandes, mit einer Kodak BabyBox-Kamera seine ersten Aufnahmen gemacht hatte, begann in der Folgezeit als Fotograf und bald darauf als professioneller Fotojournalist für verschiedene Wochen- und Monatszeitschriften zu arbeiten. Ende der 1970er Jahre lebte er für einige Zeit in Hamburg. Tadeusz Rolke, der sich vor allem mit Schwarzweiß-Fotografie beschäftigt, zeigt im Kunstverein zwei Serien aus seiner späten Zeit in Hamburg: 1978-79 fotografierte Rolke über viele Wochen hinweg jeden Sonntagmorgen typische Szenen auf dem Fischmarkt, 1991 fotografierte er BesucherInnen und Skulpturen in der Duane Hanson-Retrospektive in den Hamburger Deichtorhallen.