Ausstellungen

Richard Phillips

21. September - 10. November 2002

Installationsansicht

Die großformatigen Ölbilder von Richard Phillips (*1962 in New York, lebt in New York) zeigen Männer- und Frauenporträts, erotische Darstellungen, der Pornografie entlehnte Akte sowie vereinzelt Tierbilder oder bekannte zeitgenössische Skulpturen. Als Vorlagen seiner Bilder fungieren ihm gefundene Abbildungen aus Zeitschriften, dem Internet oder anderen Massenmedien. Die konzeptuelle Ausrichtung seiner Arbeit unterstreicht er durch eigenwillige Kombinationen unterschiedlicher Motive innerhalb einer Ausstellung, die mitunter ein übergeordnetes Thema reflektieren. Bei einzelnen Bildern enthüllt der Künstler bewusst die Technik, die der fotorealistischen Malerei zugrunde liegt. Besondere Aufmerksamkeit erzielt Phillips mit seinen geradezu hyperrealistisch gemalten Frauendarstellungen: Dabei lässt Phillips bewusst offen, ob es sich hier noch um die (männliche) Projektion der verführerischen, selbstsicheren Frau handelt oder ob diese Darstellungen den Objektcharakter des weiblichen Subjekts relativieren. Zudem thematisieren seine Frauendarstellungen das Verwischen der Grenzen zwischen Werbung, Lifestyle, Pornografie und Mode.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.