Ausstellungen

Cildo Meireles

26. Juni - 19. September 2004

Installationsansicht

Cildo Meireles (*1948 in Rio de Janeiro, lebt in Rio de Janeiro) zählt zu den bekanntesten Gegenwartskünstlern Brasiliens. Seine Ende der sechziger Jahre entstandenen Aktionen, Objekte und Installationen nehmen explizit Bezug auf die durch eine korrupte Militärregierung dominierte Situation seines Landes. Mit interventionistischen Projekten erweiterte er das Konzept des Ready Made um soziale, politische und ökonomische Implikationen. So bedruckte er Coca-Cola Flaschen mit anti-imperialen Slogans oder nutzte Geldscheine als Vehikel zur Verbreitung der von ihm aufgestempelten Nachrichten, deren Themen politisch motivierte Morde oder die Unterdrückung der freien Meinungsäußerung umfassten. Mit selbst angefertigten Münzen und Geldscheinen, deren Wert mit Null angegeben ist, hinterfragt Meireles gängige Wertvorstellungen und die Dominanz ökonomischer Systeme. Diese partizipatorisch angelegten Arbeiten erweitern den Radius der Rezipienten und involvieren sie aktiv in die Verbreitung der Kunstwerke.
Die Ausstellung von Cildo Meireles im Hamburger Kunstverein ist seine erste größere Einzelausstellung in Deutschland und kombiniert frühe Arbeiten mit neueren, speziell für den Ort modifizierten Installationen.

Gefördert von Sparda-Bank Hamburg, Kooperationspartner des Kunstvereins
Dank an das Brasilianische Honorarkonsulat, Hamburg