Ausstellungen

MoMA in Hamburg

Louise Lawler

16. April - 3. Juli 2005

Installationsansicht

Louise Lawler (* 1947 in Bronxville, lebt in New York) ist eine der einflussreichsten Vertreterinnen der so genannten Institutionskritik, die sich seit Ende der siebziger Jahre auf kritische und konzeptuelle Weise mit dem Kunstbetrieb und seinen Bedingungen auseinander setzt. Lawlers Werk umfasst von ihr arrangierte und fotografierte Ausstellungen, bedruckte oder eingravierte Alltagsobjekte wie Streichholzheftchen, Servietten oder Gläser sowie die Vorführung eines Films ohne Bilder. Am Bekanntesten sind jedoch ihre Fotoarbeiten, die vorgefundene Inszenierungen von Kunstwerken in ihren institutionellen und gesellschaftlichen Zusammenhängen der Museen, Galerien, Auktionshäuser und Privatsammlungen wiedergeben. Sie verdeutlichen, wie sehr Kunst von ihrem Kontext abhängig ist, wie wenig sie wertfrei wahrgenommen werden kann und wie Kritiker, Ausstellungsmacher, Sammler und Händler an der Wert- und Bedeutungsproduktion von Kunst beteiligt sind. In ihren Aufnahmen richtet Lawler die Aufmerksamkeit auf die Mechanismen von Präsentation und Vermarktung und reflektiert darüber hinaus die Bedeutung von Kunst als Statussymbol und Indikator für Geschmack und Stil.

In der Reihe neue produktion : new production. Die Reihe wird ermöglicht durch die Sparda-Bank Hamburg, Kooperationspartner des Kunstvereins.
Die Ausstellung findet statt im Rahmen der 3. Triennale der Photographie.