Ausstellungen

Sarah Lucas

16. Juli - 9. Oktober 2005

Installationsansicht

Bekannt wurde Sarah Lucas (*1962 in London, lebt in London) Anfang der neunziger Jahre im Zusammenhang der so genannten „Young British Art“, die mit einer bewusst rohen und teilweise schockierenden Ästhetik auf das sich verschlechternde soziale Klima Großbritanniens unter der Regierung Margret Thatchers reagierte. Heute zählt Sarah Lucas zu den bekanntesten Künstlerinnen ihrer Generation.
Sie kombiniert alltägliche Objekte wie ausrangierte Möbel, Lebensmittel und andere Fundstücke zu irritierenden und nachhaltig provozierenden Assemblagen. Nahrungsmittel und Alltagsgegenstände werden in den Installationen und Fotos zu sexuell aufgeladenen Stillleben oder Vanitas-Bildern arrangiert. Aus einfachen Materialien wie Zeitungspapier, Holz, Draht und Beton fertigt sie Bilder, Collagen, Objekte und Installationen an, die in ihrer Verbindung mit häufig drastischen Werktiteln einen aggressiven Wortwitz entfalten. Dabei entstammen die verwendeten Redewendungen und zweideutigen Anspielungen einer Umgangssprache der Arbeiterklasse, mit denen die Künstlerin nicht nur ihre eigene Herkunft thematisiert, sondern auch ihrem Interesse an Sprache und deren unterschiedlichen Konnotationen nachgeht.

In Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Zürich realisiert der Kunstverein in Hamburg eine umfassende Retrospektive. Im Anschluss an die Stationen in Zürich und Hamburg ist die Ausstellung in der Tate Liverpool zu sehen.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.