Ausstellungen

Cornet of Horse

Henning Bohl

25. Juni - 11. September 2011

Henning Bohl, Cornet of Horse, 2011, Installationsansicht / installation view Kunstverein Hamburg 2011, Foto / photo: Fred Dott / Kunstverein
Henning Bohl, Cornet of Horse, 2011, Installationsansicht / installation view Kunstverein Hamburg 2011, Foto / photo: Fred Dott / KunstvereinHenning Bohl, Cornet of Horse, 2011, Installationsansicht / installation view Kunstverein Hamburg 2011, Foto / photo: Fred Dott / KunstvereinHenning Bohl, Cornet of Horse, 2011, Installationsansicht / installation view Kunstverein Hamburg 2011, Foto / photo: Fred Dott / KunstvereinHenning Bohl, Frog Substitues, 2011, Installationsansicht / installation view Kunstverein Hamburg 2011, Foto / photo: Fred Dott / KunstvereinHenning Bohl, Cornet of Horse, 2011, Installationsansicht / installation view Kunstverein Hamburg 2011, Foto / photo: Fred Dott / KunstvereinHenning Bohl, Corner of a Cornfield, 2010, Installationsansicht / installation view Kunstverein Hamburg 2011, Foto / photo: Fred Dott / KunstvereinHenning Bohl, Cornet of Horse, 2011, Installationsansicht / installation view Kunstverein Hamburg 2011, Foto / photo: Fred Dott / KunstvereinHenning Bohl, Cornet of Horse, 2011, Installationsansicht / installation view Kunstverein Hamburg 2011, Foto / photo: Fred Dott / Kunstverein

In seiner Ausstellung "Cornet of Horse" zeigt Henning Bohl (*1975, lebt in Berlin) im Kunstverein Hamburg mehrere installative Settings, die sowohl thematisch, als auch mittels sich wiederholender Motive, Materialien und deren Handhabe, aufeinander verweisen. Über die Bezugnahme auf das eigene Tun hinaus, enthalten seine Arbeiten zudem eine Vielzahl von zum Teil unterschwelligen Bezügen auf andere Kunst(-Richtungen). Auch wenn dieses Verweisen einer bestimmten Logik folgt, zielt es jedoch nicht unbedingt auf eine Sinnproduktion ab. Vielmehr geht es Bohl mit seinen Anordnungen um ein Erzählen, als auch darum wie etwas erzählt wird.

Zentrum der Ausstellung bilden mehrere Objekte, die insofern an Tische erinnern, als dass sie über vier Standbeine (Schultüten), ein horizontales Gerüst (Keilrahmen) und eine übergroße, sich über das Gestell spannende Deckplatte (Sperrholz und Hartfaserplatten) verfügen. An nur vier minimalen Punkten mit dem Boden in Kontakt, erscheinen die Objekte fast schwebend und in einem prekären Gleichgewicht. Die Keilrahmen, gewissermaßen horizontal liegende Bilder, sind nach oben um ein Volumen erweitert, das sich der Decke entgegenwölbt, während sie nach unten mit den Schultüten an den Boden "gehängt" sind. Die Schultüten ihrerseits zeigen verschiedene Bildwelten, so dass sie in mehrfacher Hinsicht Konzeptionen von Fülle darstellen.

In den ebenfalls in Hamburg präsentierten Bildern der Serie "Frog Substitutes" (2011) sind Fahrradhelme mit Hilfe von Elastikbändern und Tauen durch Aussparungen in den Leinwänden an die Keilrahmen gespannt. Es handelt sich in diesem Fall also um das sehr direkte Anbringen eines Sujets auf einen Bildgrund.

Neben dem Ausloten der Möglichkeiten Bildmotive zu generieren, stellt Bohl mit seinen Arbeiten auch Fragen nach der Präsentation und Inszenierung von Kunst. Großformatige Leinwände etwa, auf die teils in mehreren Schichten ausgeschnittene Formen aus Papierbahnen collagiert sind, hängen auf Elementen aus Rigips, die wiederum auf Holzböcken gestapelt eine Architektur neben der Architektur des Ausstellungsraumes bilden. In dieser Befragung, die für Bohl prinzipiell unabgeschlossenen ist, findet eine Relativierung des Status seiner Arbeiten in mehrere Richtungen statt. So werden die Bilder zu Requisiten einer Inszenierung, während den Präsentationsmitteln ein eigenständiger skulpturaler und konzeptueller Wert zukommt.

Die Ausstellung von Henning Bohl wird gefördert von der Hamburgischen Kulturstiftung.