Ausstellungen

Plamen Dejanoff

1. Oktober - 30. Dezember 2011

 Plamen Dejanoff, Installationsansicht Kunstverein Hamburg, 2011, Foto: Fred Dott, Kunstverein Hamburg
Plamen Dejanoff, The Bronze House (B&GG), 2011, Installationsansicht Kunstverein Hamburg, 2011, Foto: Fred Dott, Kunstverein HamburgPlamen Dejanoff, The Bronze House (alloying, II – XXI), 2010/11, Installationsansicht Kunstverein Hamburg, 2011, Foto: Fred Dott, Kunstverein HamburgPlamen Dejanoff, The Bronze House, 2010/11, Installationsansicht Kunstverein Hamburg, 2011, Foto: Fred Dott, Kunstverein HamburgPlamen Dejanoff, Installationsansicht Kunstverein Hamburg, 2011, Foto: Fred Dott, Kunstverein HamburgPlamen Dejanoff, Installationsansicht Kunstverein Hamburg, 2011, Foto: Fred Dott, Kunstverein HamburgPlamen Dejanoff, Planets of Comparison (lights), 2010, Installationsansicht Kunstverein Hamburg, 2011, Foto: Fred Dott, Kunstverein Hamburg Plamen Dejanoff, Installationsansicht Kunstverein Hamburg, 2011, Foto: Fred Dott, Kunstverein HamburgPlamen Dejanoff, The Bronze House (facade elements), 2011, Installationsansicht Kunstverein Hamburg, 2011, Foto: Fred Dott, Kunstverein HamburgPlamen Dejanoff, Planets of Comparison, 2011, Installationsansicht Kunstverein Hamburg, 2011, Foto / photo: Fred Dott, Kunstverein HamburgInstallationsansicht / installation view, Künstler im Fokus #9: Plamen Dejanoff. Heads & Tails, MAK Wien, 2010, Foto / photo: Wolfgang Woessner/MAK

Der Künstler Plamen Dejanoff (* 1970 in Sofia, lebt in Wien) übernimmt in sein künstlerisches Schaffen immer wieder Marketingstrategien aus angrenzenden Feldern und schafft Begehren – mit glatten, glänzenden Oberflächen und Prinzipien der Inszenierung, die der Konsumwelt entlehnt sind. Er gehört zu jenen Künstlern, die Konsum und Ökonomie, mediale Vermarktungs- und umfassende Vernetzungsstrategien bewusst einsetzen. Dabei macht er sich ihre Prinzipien und Möglichkeiten zunutze, um seine Ziele zu verfolgen, und zwar ohne sie in ihr Gegenteil zu verkehren. Dejanoff praktiziert eine Kunst des Handelns, die neue Möglichkeiten und Wege austestet. Es sind affirmative, aber deshalb umso wirkungsvollere Revolutionen, die in seinen Arbeiten zum Vorschein kommen.

Seit vielen Jahren plant und entwickelt Dejanoff ein übergreifendes Projekt „The Bronze House“ für die bulgarische Weltkulturerbe-Stadt Veliko Tarnovo. Seit 2006 wächst in verschiedenen Produktionsabschnitten und in Kooperation mit unterschiedlichen Ausstellungshäusern, Sammlern und Förderern die bislang erste von fünf geplanten Bauskulpturen mit einer Gesamtfläche von 600 qm. Am Ende schwebt Dejanoff eine Künstlerkolonie bestehend aus diesen Bronzehäusern vor, die in unterschiedlichen Funktionen und Nutzungsmöglichkeiten, z.B. als Künstlerateliers oder Ausstellungsräume, aber auch als Open-Air-Kino und Bibliothek in der Stadt eine gewichtige Rolle spielen sollen. Der nach außen gekehrte Innenraum ist für Dejanoffs Haus-Skulpturen symptomatisch. Denn sie sollen öffentliche Gebäude werden: In der Stadt, für die Bewohner und im Idealfall von den Bewohnern. 

Im Kunstverein Hamburg werden nun, parallel zur begehbaren Skulptur „The Bronze House", die seit Juni 2011 in der HafenCity aufgestellt ist, weitere Bronzeelemente, die als Bodenplatten fungieren sowie Materialstudien und Modelle präsentiert. Ihnen verleit Dejanoff meist selbst Werkcharakter: z.B. kleine städtische Ensembles aus Bauklötzen in verschiedenen Materialien oder eine ganze Reihe von Surrogatkristall- und Bronzeskulpturen in unterschiedlichen Ausformungen, die im Laufe des Entscheidungsprozesses für das ungewöhnliche Baumaterial entstanden sind.

Plamen Dejanoff spricht über sein Projekt "The Bronze House" bei whitetube.de