Ausstellungen

Ausstellung von Charley Harper

Kunstverein Hamburg goes Berlin

10. Dezember 2011 - 8. Januar 2012

Charley Harper, Dolfun, 1977, Charley Harper Art Studio
Charley Harper, The Name is Puffin, 1971, Charley Harper Art StudioCharley Harper, Roseate Spoonbill, 1958, Charley Harper Art StudioCharley Harper, Ausstellung im Pavillon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin 2011, Foto: Jens ZieheCharley Harper, Ausstellung im Pavillon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin 2011, Foto: Jens ZieheCharley Harper, Ausstellung im Pavillon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin 2011, Foto: Jens ZieheCharley Harper, Ausstellung im Pavillon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin 2011, Foto: Jens Ziehe

Der Kunstverein Hamburg goes Berlin: Auf Einladung der Volksbühne kuratiert der Kunstverein Hamburg eine Ausstellung mit Arbeiten des amerikanischen Grafikdesigners Charley Harper im Pavillon am Rosa-Luxemburg-Platz. Gezeigt wird eine Auswahl von ca. 35 Siebdrucken, die im Sommer 2011 erstmalig im Kunstverein Hamburg zu sehen war und einen Überblick über das facetten- und formenreiche Werk Harpers gibt.

Vögel, Säugetiere, Insekten, Reptilien und Fische – die zahlreichen Motive des Malers und Grafikers Charley Harper (1922 –2007) formen ein visuelles Ökosystem, in dem Farben, Formen, Linien und Themen in Wechselbeziehung zueinander stehen und eine vollkommene Balance bilden. Harper hat die besondere Fähigkeit, die Essenz, das Wesen jedes lebenden Organismus mit wenigen Strichen oder Formen einzufangen. Seine Arbeiten fordern unsere bisherige Wahrnehmung der Umwelt heraus und bieten einen neuen und unerwarteten Weg, die Natur in einfachen und doch komplexen Bildern und Worten zu erfahren.

Er selbst bezeichnete diesen Stil als „minimalen Realismus“. Als Künstler war er weniger daran interessiert, eine Illusion der Realität zu kreieren, als vielmehr die unendlichen Muster und Entwürfe der Natur einzufangen. Im Gegensatz zur traditionellen realistischen Naturmalerei ist seine Form der Darstellung grafisch einfach, simpel und doch spielerisch und unterhaltsam.

Harper stellt seine Motive nicht plastisch oder farbecht dar. Die stark grafisch aufgebauten Bilder sind vor allem vom Kubismus und Minimalismus beeinflusst und abstrahieren die Natur- und Tiervorbilder auf einfache geometrische Formen. Diese Reduktion führt aber nicht zu einem Identitätsverlust. Ganz im Gegenteil. Erst durch diese Vereinfachung treten Besonderheiten und Auffälligkeiten besonders hervor. Ihn faszinierte das markante, offensichtliche Merkmal, welches ein Tier oder eine Pflanze auszeichnet und leicht wiedererkennen lässt.

Für die Ausstellung wurde ein spezielles Display entwickelt, welches die offene und transparente Raumsituation aufgreift und die Siebdruckarbeiten formal und inhaltlich integriert. Die Fototapete und der künstliche Gartenzaun bilden eine visuelle Klammer für die ausgewählten Arbeiten. Die gläserne Fassade des Pavillons erweitert den Ausstellungsraum nach außen und macht die Umgebung zu einem Teil der Präsentation.

Eröffnung:
Freitag, 9. Dezember 2011, 20 Uhr

Ort:
Pavillon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 15 – 20 Uhr
Geschlossen: 24./25./26./31. Dezember 2011 und 1. Januar 2012

Eintritt frei