Ausstellungen

„LASSO, IS' GUT, FRED!“ – 200 Jahre Aufbau„Lasso, is' gut, Fred!“ – 200 Jahre Aufbau

23. September - 12. November 2017, Eröffnung: 22. September

„LASSO, IS' GUT, FRED!“ – 200 Jahre Aufbau
„LASSO, IS' GUT, FRED!“ – 200 Jahre Aufbau, Installationsansicht, Foto: Fred Dott„LASSO, IS' GUT, FRED!“ – 200 Jahre Aufbau, Installationsansicht, Foto: Fred Dott„LASSO, IS' GUT, FRED!“ – 200 Jahre Aufbau, Installationsansicht, Foto: Fred Dott„LASSO, IS' GUT, FRED!“ – 200 Jahre Aufbau, Installationsansicht, Foto: Fred Dott„LASSO, IS' GUT, FRED!“ – 200 Jahre Aufbau, Installationsansicht, Foto: Fred Dott„LASSO, IS' GUT, FRED!“ – 200 Jahre Aufbau, Installationsansicht, Foto: Fred Dott„LASSO, IS' GUT, FRED!“ – 200 Jahre Aufbau, Installationsansicht, Foto: Fred Dott„LASSO, IS' GUT, FRED!“ – 200 Jahre Aufbau, Installationsansicht, Foto: Fred Dott

Jede Ausstellung steht und fällt mit ihrem Aufbau. Wie wörtlich dieser Satz zu nehmen ist, zeigt die Ausstellung200 Jahre Aufbau. Anlässlich seines 200. Geburtstag würdigt der Kunstverein die zahlreichen Hamburger Künstler und Künstlerinnen, die durch ihre Arbeit hinter den Kulissen die Ausstellungen des Kunstvereins erst ermöglichen. Neben ihrem eigenen kreativen Schaffen sind die Künstler des Aufbauteams als Konstrukteure, Techniker und Planer beim Aufbau von Kunstausstellungen und Installationen im Kunstverein in Hamburg tätig und realisieren die visuellen Konzepte anderer Künstler.


In diesem Projekt reflektiert das Aufbauteam das Ausstellungsmachen im Hinblick auf ihre eigenen Vorstellungen. Nicht selten sind die im Ausstellungsaufbau zunächst geplanten Ideen in den zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten nicht umzusetzen. Dann ist nicht nur das handwerkliche Können des Aufbauteams gefragt, sondern auch ihre langjährige Erfahrung mit den ortsspezifischen Gegebenheiten des Kunstvereins, ihr kreatives Geschick sowie Einfühlungsvermögen als auch das Verständnis komplexer Materialien. Denn es gilt ein Objekt erst in seiner Gesamtheit zu erfassen, bevor es in einen Ausstellungsraum integriert werden kann. Nicht ohne Grund entscheiden sich Kuratoren und Künstler oft für eine enge Zusammenarbeit mit dem Aufbauteam. Sie schätzen ihr Urteil und schöpfen aus ihrem Erfahrungsschatz.


In dem Ausstellungssetting mischen sich Gebrauchsgegenstände mit künstlerischen Arbeiten, Erinnerungsstücken mit Fundstücken. Mit den Schlagworten „Material“, „Produktion“, „Privat“ und „Aufbau“ sind die elementaren Elemente benannt, nach denen sich die wand-Collage strukturiert. Auf den ersten Blick vielleicht banal wirkende Materialien der Ausstellungstechnik, wie z.B. Kabelbinder oder eine Leiter, werden zu Ausstellungsstücken, die den kollektiven Arbeitsprozess des Aufbaus einer Ausstellung in den Mittelpunkt rücken. Die Wichtigkeit des Prozesshaften wird dabei deutlich fokussiert. Um dem gestalterischen Schaffen des Ausstellungsaufbaus, das sich durch immer neue Einflüsse und äußere Faktoren sukzessiv verändert, gerecht zu werden, wird dieser konsequenterweise auch auf Video dokumentiert. Das Setting lässt einen Blick auf das zu, was normalerweise unsichtbar bleibt und legt die Herangehensweise des dahinter stehenden Teams an den Ausstellungsaufbau frei. Das Ergebnis ist erfrischend, da es neue konzeptionelle Einsichten anbietet, die oftmals als gegeben angesehen werden, obwohl dies mitnichten der Fall ist.


Unser Dank gilt den beteiligten KünstlerInnen, ohne die der Kunstverein nicht funktionieren würde:

Marc Böhnke , Rahel Bruns, Rudi Buhr, Baldur Burwitz, Charlotte Chrome, Goesta Diercks, Klaus Erichsen, Filomeno Fusco, Hartmut Gerbsch, Robert Goerß, Ari Goldmann, Martin Hoener, Bernd Jasper, Felix Krebs, Jonas Kolenc Seok Lee, Ida Lennartsson, Uwe Lewitzky, Axel Loytved, Jochen Messer, Marcel Prüfert, Daniel Poller, Tobias Sandberger, Joshua Sassmannshausen, Simon Schede Maike Staats, Tillmann Terbuyken, Tom Thiel.