Jahresgaben

Rayyane Tabet

Basalt Shards, 2017

Kohlefrottage, je 29,7 x 21 cm

10 Unikate, datiert, signiert


1000 Euro

Rayyane Tabet, Basalt Shards, 2017
Rayyane Tabet, Basalt Shards, 2017 Rayyane Tabet, Basalt Shards, 2017 Rayyane Tabet, Basalt Shards, 2017 Rayyane Tabet, Basalt Shards, 2017 Rayyane Tabet, Basalt Shards, 2017 Rayyane Tabet, Basalt Shards, 2017 Rayyane Tabet, Basalt Shards, 2017 Rayyane Tabet, Basalt Shards, 2017 Rayyane Tabet, Basalt Shards, 2017

Rayyane Tabet (*1983 in Achkout, lebt und arbeitet in Beirut) untersucht in seinen Arbeiten die Verschränkungen kleiner Geschichten und großer Ereignisse durch Form und Material. Die Ausstellung BRUCHSTÜCKE / FRAGMENTS im Kunstverein in Hamburg führt erstmals alle Arbeiten eines langjährigen Recherche- und Ausstellungsprojekts zusammen. Ausgangspunkt ist eine zufällige Überschneidung der Familiengeschichte des Künstlers mit der Entdeckung des Tempels vom Tell Half durch den deutschen Diplomaten und Orientalisten Max von Oppenheim. 1929 ernannte die Regierung des französischen Mandats in Beirut Tabets Urgroßvater Faek Borkhoche zu Max von Oppenheims Sekretär, um Informationen über dessen Ausgrabungen in der Siedlung am Tell Halaf im heutigen Syrien zu sammeln. Man verdächtigte ihn, einen Putsch gegen die Kolonialmächte vorzubereiten, konnte jedoch keine Belege dafür finden. Tatsächlich interessierte sich von Oppenheim für die archäologischen Hinterlassenschaften am Tell Halaf, seit er dort 1899 zufällig Teile eines Tempels entdeckte.


1930, nach von Oppenheims Rückkehr nach Berlin eröffnete dieser sein eigenes Tell-Halaf-Museum in einem alten Fabrikgebäude in Charlottenburg, wo ein Teil seiner Funde präsentiert wurde. Während eines nächtlichen Bombenangriffs 1943 wurden das Haus und die meisten Objekte zerstört – darunter auch Artefakte aus Basalt, die in 27.000 Einzelteile zersprangen.


2001 begannen die Restauratoren am Pergamonmuseum, wo die Bruchstücke gelagert sind, mit einem großen Rekonstruktionsprojekt. 25.000 der Fragmente konnten zugeordnet werden. 2.000 geben nach wir vor Rätsel auf.

Während eines Forschungsaufenthalts als DAAD-Stipendiat begleitete Tabet das Projekt und fertigte Radierungen der nicht identifizierten Splitter an. Auf diese Weise zeichnet der Künstler die materiellen Spuren eines verlorenen kulturellen Erbes nach, das womöglich niemals wiedergewonnen werden kann.


Für das Jahresgabenprogramm des Kunstvereins stellt der Künstler zehn der Radierungen zur Verfügung.


Ausstellungen

2017 BRUCHSTÜCKE / FRAGMENTS, Kunstverein in Hamburg (E)

KOPF HOCH! MUT HOCH! UND HUMOR HOCH!, Daad Gallery, Berlin (E)

Ah, my beautiful Venus!, Witte de With Center for Contemporary Art, Rotterdam (E) The restless earth, La Triennale di Milano, Fondazione Nicola Trussardi, Mailand (G)

A Good Neighbour, 15th Istanbul Biennial, Istanbul (G)

2016 La Mano De Dios, Museo Marino Marini, Florenz (E)

Not New Now, Marrakech Biennale 6, Marrakesch (G)
2015 ONLY GODS NEVERTHE, Sfeir-Semler Gallery, Hamburg (E)

The Past, The Present, The Possible, Sharjah Biennial 12 (G)

New Skin, AISHTI Foundation, Beirut (G)
2014 Here Today Gone Tomorrow, Trouw Amsterdam (E)

Nouveau Festival 5, Centre Pompidou, Paris (G)

2013 Future Generation Art Prize, Collateral Events, 55th Venice Biennial, Venedig (G)



Der Kauf der Jahresgaben ist verbindlich.

Bestellung























Ich ermächtige den Kunstverein Hamburg widerruflich, die jeweils fälligen Jahresbeiträge am 1. Februar eines jeden Jahres von meinem Konto abbuchen zu lassen.