Jahresgaben

Große Macht, 2009

Benedikt Hipp

Tusche, Ölkreide auf Papier, 21 x 29,7 cm

Unikat, signiert, gerahmt


1.500,- Euro

Benedikt Hipp, Große Macht, 2009

Die Zeichnungen, Tafelbilder, Skulpturen und Installationen von Benedikt Hipp (*1977, lebt in München) zeichnen sich durch ihre Konzentration auf das Einzelne aus. Die Figuren, Porträts und Objekte des Künstlers sind zwar gegenständlich, gehen aber über ein reines Abbilden hinaus. Gesichter lösen sich in abstrakte Formen auf oder werden in Leerstellen unkenntlich – zumindest im Sinne eines eindeutigen, an die Realität gebundenen Verstehens. Die Dynamik des einzelnen Werkes ebenso wie der installativen Eingriffe im Raum und der Skulpturen entsteht aus einem Fließen, das sich in Malweise und Form konstatiert. So entsteht um Figuren und Objekte herum eine "Aura" wie z.B. in "eineindeutig". Der "Baumstamm" trägt keine Blätterkrone sondern ein Fadenkreuz, ein Auge, ein Zentrum, das in die Umgebung schaut und sendet. Was aber gesehen oder wohin ausgestrahlt wird, bleibt im Ungewissen. So erscheint in Hipps Arbeiten der Bereich der Kunst als Paralleluniversum mit abstrakten Qualitäten, die die Imagination im Sinne einer Vorstellungskraft ermöglichen. Insofern sind auch die "Auren" nicht bloße Technik, sondern weisen einen Bezug zu den kultischen Ursprüngen des Kunstwerks und seinen Möglichkeiten auf. Und damit aber scheinen ganz reale Fragen nach der Wirklichkeit, der Form, den Konditionen und der Existenz des Einzelnen auf.

Benedikt Hipp studierte an der Akademie der Bildenden Künste, Nürnberg, der Accademia di Belle Arti di Bologna und der Akademie der Bildenden Künste in München. Seine Arbeiten waren zuletzt u.a. im CAPC, Musée d'art Contemporain, Bordeaux (2011), in der Schirn Kunsthalle Frankfurt (2011), im Bielefelder Kunstverein (2010) und bei Schürmann in Berlin (2009) zu sehen.

Bestellung

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