Ohne Titel, 2011
Christodoulos Panayiotou
C-Print, 26,5 x 20 cm
Auflage 10 + 5 AP, Zertifikat, ungerahmt
1100 Euro
Christodoulos Panayiotou (*1978, lebt in Berlin) setzt sich in seiner Arbeit in unterschiedlichen Medien mit Konstruktionen nationaler Identität auseinander. Den Ausgangspunkt für seine Diaserien, Filme, Fotos Performances oder Installationen bilden performative Momente Einzelner oder Kollektive. So recherchierte er für "Never Land" (2008) im Archiv einer zypriotischen Tageszeitung anhand von Fotos die sozialpolitischen Umbrüche des Landes auf dem Weg in die Europäische Union, bricht aber auch mit offiziellen Bildern und Narrationen, indem er Lücken und Alternativen aufzeigt. Geht Panayiotou in seinen Arbeiten zwar oftmals von seiner eigenen Herkunft aus, weisen seine Erzählungen aber auch weit über das Persönliche hinaus. In jeder Nation finden ähnliche Konstruktionen oder symbolische Inszenierungen statt, die in Zeiten der Unterordnung nationalistischer Konzepte unter eine europäisierte und globalisierte Weltordnung immer stärker in Konflikte geraten. Spürt "Never Land" einer vergangenen, abstrakten Performance nach, in der die Rolle des Individuums erst in seiner Bearbeitung hervortritt, inszeniert er auch Aktionen mit realen Personen, in denen Zeit eine große Rolle spielt, wie den "Slow Dance Marathon" (zuerst 2005), dessen Zeitspanne sich bei jeder neuen Aufführung um 24 Stunden verlängert.
Die Arbeiten des aus Limmasol, Zypern stammenden Christodoulos Panayiotou waren zuletzt in Einzelausstellungen im Museum für zeitgenössische Kunst, Leipzig (2011), in der Kunsthalle Zürich (2010) und bei Cubitt in London (2009) zu sehen. 2012 richtet das Contemporary Art Museum, St. Louis seine erste Einzelausstellung in den USA aus.
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