o. T. (ohne Funktion), 2011
Tillmann Terbuyken
Acryl auf Sperrholz, ca. 50 x 57 x 5 cm
5 Unikate, Zertifikat
650,- Euro
"Die ästhetische Kritik richtet sich gegen die scheinbare Inhalts- und Bedeutungslosigkeit der Werke, gegen die Beliebigkeit der abstrakten Formen und die Zufälligkeiten der gestalterischen Komposition", schrieb Claus Dreyer in „Zur Ästhetik der architektonischen Moderne nach der Postmoderne“ im Jahr 1997. Der Titel seiner Jahresgabe "o. T. (ohne Funktion)", ist exemplarisch für das Werk von Tillmann Terbuyken (*1978, lebt in Hamburg). Er stellt die BetrachterInnen vor die Frage, ob es um mögliche Funktion oder Schönheit geht. So gibt es Schattenobjekte, die aus monochrom bemalten Leinwänden bestehen, paraventartig arrangiert und mit Scharnieren verbunden sind, die auch gut als eben solche fungieren können. Dabei nehmen sie durch Schattenspiele viel mehr Raum in Anspruch als man ihnen beim ersten Blick zugestehen will. Auch die handbemalten "Tafeln", die er für den Kunstverein hergestellt hat, sind ein gutes Beispiel für das geschickte Formenvokabular des Künstlers, in dem die Gestaltungen unserer Alltagswelt wie Design, Medienkultur und auch Architektur eine Rolle spielen. Die Bildtafeln könnten eben auch als Schlüssel -oder Ablagebrett genutzt werden. Die Einbeziehung eines Funktionsaspekts in eine künstlerische Praxis setzt die Option frei, Terbuykens Arbeiten in ihrer vermeintlichen Schönheit oder Funktion wahrzunehmen.
Tillmann Terbuyken studierte an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und an der Academie beeldende Kunsten in Maastricht. Seine Arbeiten waren zuletzt im Kunsthaus Bregenz, und der Produzentengalerie Hamburg zu sehen. Er ist Mitinitiator des KünstlerInnen-Projekts "Friends and Lovers in Underground" in Hamburg.
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