Jahresgaben

Exhibition Stills, 2003

Andrea Fraser

C-Print, kaschiert, 20 x 200 cm

Auflage 16 + 4 AP, signiert, datiert, nummeriert


1200 Euro

Bekannt wurde Andrea Fraser (* 1965) Anfang der 90er Jahre mit ihren Gallery Talks, Performances in Form von Führungen durch Kunstinstitutionen, in denen sie sich kritisch mit den Präsentationsformen, den Hierarchien und den Ausschlussmechanismen des Kunstbetriebs auseinandersetzte. Auch in den darauf folgenden Arbeiten analysiert sie – auf teilweise sehr humorvolle Art – die Strukturen von Museen, Galerien und anderen Ausstellungshäusern. Aufgrund ihres Engagements gilt sie schon seit den 90er Jahren als eine der erfolgreichsten institutionskritischen Künstlerinnen und wichtigste Vetreterin einer  Kunstrichtung, die heute unter dem Label Kontext-Kunst eine bedeutende Rolle im zeitgenössischen Kunstdiskurs spielt.  
Andrea Frasers breit gefächertes Werk umfasst Themen wie Kulturtransfer, Sponsoring und die Bedeutung der Medien bei der Berichterstattung über Kunstevents. Während in ihren frühen Arbeiten die visuelle Ausprägung zugunsten einer sehr starken inhaltlichen Gewichtung in den Hintergrund trat, arbeitet sie in ihren aktuellen Video-Installationen mit besonders suggestiven und eindringlichen Bildern. So tanzt sie in Exhibition mit einem Pailletten-Bikini bekleidet Samba und nimmt Bezug auf die Aneignung populärkultureller Spektakel im Kunstkontext.

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