Jahresgaben

Ingrid, 2002

Richard Phillips

Steindruck Violett auf verschiedenfarbigem Papier, je 75,4 x 53,4 cm

Auflage 3 x je 27 Exemplare; je 9 Exemplare für den Kunstverein


950 Euro

Den großformatigen Ölbildern des in New York lebenden Malers Richard Phillips (* 1962) ist die Aneignung vorgefundener Abbildungen, die er aus Massenmedien entnimmt, gemeinsam. Das Aufgreifen im kulturellen Gedächtnis gespeicherter Bilder steht in der Tradition der Appropriation Art der 1980er. Bei einzelnen Bildern enthüllt der Künstler bewusst die Technik, die der fotorealistischen Malerei zugrunde liegt, und lässt die zur proportionalen Übertragung von Vorlage zur Leinwand nötigen Raster stellenweise sichtbar.
Besondere Aufmerksamkeit erzielt Phillips mit seinen Frauendarstellungen. Der Malstil der Bilder wirkt in der Ausführung, dem feinen, manchmal lasierenden Pinselstrich und dem Augenmerk auf einzelne körperliche Details geradezu hyperrealistisch. Dabei betont Phillips das Make-up der Frauen und unterstreicht mit malerischen Mitteln die Wirkung von Lippenstift, Rouge und Wimperntusche. Er wählt Ausschnitte aus seinen Vorlagen und zoomt die Porträtierten überlebensgroß auf seinen Leinwänden heran. Die klischeehaften Motive – besonders deutlich bei den Frauenporträts – verlieren in der Malerei Phillips’ ihre Eindeutigkeit.

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