Que reste-t-il de nos amours, 2008
Bojan Sarcevic
Papier, Gips, Plexiglasspiegel, bemaltes Holz, 45 x 30 x 20 cm
5 Objekte mit Unikatcharakter, signiert, datiert und nummeriert
1400 Euro
Erste internationale Bekanntheit erlangte Bojan Sarcevic durch seine Teilnahme an der zweiten Manifesta 1998 in Luxemburg, als er Fenster, Türen und sonstige Öffnungen des ehemaligen Ausstellungsraums eines Naturkundemuseums mit Papier- und Stofffetzen versiegelte. Die hier bereits evidente Auseinandersetzung mit Raum und seinen sozialen, kulturellen und psychologischen Konnotationen ist bis heute für den 1974 in Belgrad geborenen Künstler von maßgeblicher Bedeutung. Dabei reicht das Spektrum der von ihm verwendeten Medien von Eingriffen in vorgegebene Situationen, Installationen, autonomen Skulpturen bis hin zu Videos und Aktionen.
Exklusiv für den Kunstverein fertigte Bojan Sarcevic ein Objekt mit dem poetischen Titel Que reste-t-il de nos amours, frei zu übersetzen mit „Was bleibt von unseren Liebschaften.“ Er zitiert einen Chanson des französischen Sängers Charles Trenet, den dieser 1943 für den Soundtrack des Films La cavalcade des heures komponierte. Das türkis leuchtende, durch die Spiegelung fast schwebende Objekt oszilliert zwischen Leichtigkeit und Schwere und erhält durch diesen Titel eine nachdenklich tragische Komponente.