4.12.
2021
–20.2.
2022
Korakrit Arunanondchai

No History in a room filled with people with funny names 5, 2018, 30:44 mins video © Korakrit Arunanondchai 2020; courtesy the artist; Carlos / Ishikawa, London; Clearing, New York; Bangkok CityCity Gallery, Bangkok

Korakrit Arunanondchai

Songs for dying / Songs for living

Korakrit Arunanondchai (*1986) fokussiert die Idee eines "lebenden Archivs" in einem einzigen, umfangreichen Werk. Arunanondchai wird eine neue großformatige Installation zeigen, die Skulptur, Malerei und Film kombiniert und sich mit Themen wie Geschichtsschreibung, Globalisierung, Animismus und Informationsnetzwerken auseinandersetzt.

In Songs for dying / Songs for living richtet Korakrit Arunanondchai den Blick expliziter als zuvor auf existenzielle Erfahrungen. Über die Auseinandersetzung mit dem Verlust des eigenen Grossvaters entfalten sich Gedanken zur kosmologischen Entstehung der Welt und den damit verbundenen Zyklen von Leben und Tod, Wachstum und Zersetzung. In atmosphärischen Raumsituationen verwebt die Ausstellung Geschichten von Trauer, Transformation und spiritueller Kraft. Ihr erzählerischer Sog führt dabei in imaginative Räume, in denen neue Perspektiven auf das Leben und dessen potenzielle Formen sichtbar werden.

Die Ausstellung wird als Koproduktion mit dem Migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich, Schweiz, realisiert. 

Zur Ausstellung Songs for dying / Songs for living entsteht die bisher umfassendste Publikation zum Werk von Korakrit Arunanondchai. Anlässlich von drei Einzelausstellungen in ihren jeweiligen Institutionen zwischen 2020 und 2022, geben der Kunstverein in Hamburg, das Migros Museum für Gegenwartskunst und das Serralves Museum in Porto die Publikation gemeinsam heraus. Sie wird in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler realisiert, der das Buch als Erweiterung seiner künstlerischen Praxis versteht und experimentell gestaltet. Die Publikation versammelt neue Aufsätze zu Korakrit Arunanondchai von Chrissie Iles (Kuratorin, Whitney Museum of American Art, New York) und May Adadol Ingawanij (Professorin für Cinematic Arts an der University of Westminster, London). Eine Diskussion zwischen dem Filmemacher Apichatpong Weerasethakul und Korakrit Arunanondchai (moderiert von Filmprogrammator und -kritiker Mark Peranson) sowie ein Gespräch zwischen Arunanondchai, Heike Munder (Leiterin, Migros Museum für Gegenwartskunst) und Bettina Steinbrügge (Direktorin, Kunstverein in Hamburg) vermitteln zusätzliche Einblicke in die Praxis und das Denken des Künstlers.

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