24.10.
2020
–24.1.
2021
Not Fully Human, Not Human at All

Saddie Choua, Lamb Chops Should Not Be Overcooked, 2019. Installationsansicht Contour Biennale 9. Foto: Lavinia Wouters.

Not Fully Human, Not Human at All

Teilnehmende Künstler*innen: Saddie Choua, Valentina Desideri , Denise Ferreira da Silva , Arely Amaut, Nilbar Güreş, Ibro Hasanović, Jelena Jureša, Doruntina Kastrati, Kaltrina Krasniqi, Pedro Neves Marques, Christian Nyampeta, Daniela Ortiz, Monira Al Qadiri, Lala Raščić und Kengné Téguia

Die Gruppenausstellung Not Fully Human, Not Human at All untersucht die aktuell in Europa stattfindenden Dehumanisierungsprozesse. Unter Dehumanisierung verstehen wir im Allgemeinen die von Menschen an anderen Menschen verübte Herabwürdigung des menschlichen Lebens. Die Ausstellung findet zu einem Zeitpunkt statt, wo weltweit verschiedene mit der COVID-19-Pandemie zusammenhängende Ausnahmezustände den ohnehin unzureichenden Zugang zu medizinischer Versorgung als ein menschliches Grundrecht verschlimmern.

Not Fully Human, Not Human at All ist Donna Haraways Essay Ecce Homo, Ain’t (Ar’n’t) I a Woman and Inappropriate/d Others entlehnt, in dem sie die universalen Ansprüche des Humanismus der Aufklärung infrage stellt, um im Gegenzug den Zustand einer von ihr als „nicht-generisch“ bezeichneten kollektiven Humanität vorzuschlagen.

Die neue Ausstellung, das Symposium und die Publikation betrachteten Europa als geografischen und begrifflichen Rahmen für die Reflexion der Dehumanisierung, die viele Aktivitäten prägt, die innerhalb der europäischen Grenzen von Menschen im Namen der „Menschlichkeit“ ausgeübten werden. Die Ausstellung knüpft an ein von KADIST initiiertes und von Nataša Petrešin-Bachelez kuratiertes dreijähriges Projekt an, das an drei verschiedenen Orten in Europa - im Kosovo, in Portugal und Belgien - mit institutionellen Partnern in diesen Kontexten durchgeführt wurde.

Kuratorinnen: Nataša Petrešin-Bachelez, Bettina Steinbrügge

Kuratorische Beratung: Bruno Leitão, Monica de Miranda, Donjetë Murati, João Mourão, Ares Shporta, Luís Silva, Pieternel Vermoortel, Emilie Villez + Lumbardhi (Prizren, Kosovo), HANGAR (Lissabon, Portugal), Netwerk (Aalst, Belgien) und KADIST(Paris)

Förderung

Die Ausstellung entsteht mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, der Kulturstiftung des Bundes

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