18.5.
–21.7.
2019
Cana Bilir-Meier

Cana Bilir-Meier, Düşler Ülkesi, Installationsansicht, Kunstverein in Hamburg, 2019, Foto: Fred Dott

Cana Bilir-Meier

DÜŞLER ÜLKESİ

Cana Bilir-Meier (*1986 in München, lebt und arbeitet in Wien und München) nimmt in ihren Arbeiten eine postmigrantische Perspektive ein. Sie beschäftigt sich mit Fragen nach sozialer, kultureller, emotionaler sowie struktureller Teilhabe und Gleichberechtigung von Migrant*innen und Nicht-Migrant*innen. Hierfür nutzt sie eine Fülle an Medien wie Film, Zeichnung, Performance oder Audio, die sich eng an den jeweiligen Inhalten orientiert. Insbesondere interessiert sich Bilir-Meier für nicht erzählte oder ausgeblendete Geschichte(n) migrantischer Lebenswelten, die sie in privaten und öffentlichen Archiven aufspürt. Eine dieser Geschichten handelt von der Schriftstellerin und Dichterin Semra Ertan, Bilir-Meiers Tante. 1956 in der Türkei geboren, zog Ertan 1972 zu ihren Eltern nach Deutschland. 1982 verbrannte sich Ertan in Hamburg öffentlich als Zeichen gegen den zunehmenden Rassismus im Land. Die Künstlerin hat diese persönliche Familiengeschichte behutsam in einem Film aufgegriffen, um Ertans Erfahrungen als Teil einer kollektiven Erinnerung und Geschichte zu verorten. Neben dieser Arbeit zeigt şler Ülkesi eine Auswahl aus Bilir-Meiers bisherigem Schaffen und wird von einer Neuproduktion ergänzt.

Gemeinsam mit anti-rassistischen Initiativen und Institutionen Hamburgs ist ein umfassendes Rahmenprogramm zur Gesellschaft der Vielen entstanden. Zur Ausstellung erscheint die erste Monografie der Künstlerin.

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