Maya Hayuk

Totes Awesome, 2013

250* Euro

Die Kunst von Maya Hayuk (*1969, lebt in New York) entsteht in einem Zwischenraum, in dem sich Design, klassische Galerie- und Museumsarbeiten und subversive Interventionen nicht mehr eindeutig voneinander trennen lassen. Ihr künstlerischer Aktionsradius, der von Malerei und Zeichnung über Druckgrafik bis zu Fotografie und Videokunst reicht, speist sich aus einem Fundus von Formen und Bildern aus verschiedenen Kulturen und künstlerischen Praktiken. So gehören große Wandbilder im Außenraum oder im institutionellen Rahmen, Leinwand- und Papierarbeiten ebenso zu ihrem Repertoire wie der Entwurf von Plattencovern, Skateboards und T-Shirts. Gemeinsam ist ihren Arbeiten der exzessive Einsatz stark leuchtender Farben, die sich oft in verzerrten geometrischen Formen durchkreuzen. 

Maya Hayuks Obsession für Symmetrien, spiegelt sich auch in den Jahresgaben wieder, die sie für den "red room" des Kunstvereins entworfen hat. Die Motive, auf Leinentaschen gedruckt und gemalt, erinnern an Rorschachtests bzw. Tintenklecksfaltbilder, die seit den 1920er Jahren zur psychologischen Persönlichkeitsanalyse benutzt werden. Hayuk überträgt diese Symbolik, die eigentlich einen sehr privaten Bereich des Ich versinnbildlicht, auf eine Leinentasche: Die eigene Psyche wird damit zum Stil-Accessoire.

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