Cordula Ditz

Bernadette, 2010

600* Euro

Das Werk von Cordula Ditz (*1972, lebt in Hamburg) ist vielfältig. In den Medien Malerei, Video und Installation, die gleichberechtigt in einem gemeinsamen Bezugssystem stehen, thematisiert sie die Rolle der Frau sowie ihre Rolle als Künstlerin. Im Vordergrund stehen die Medien- und Identitätsverschiebungen, oftmals ausgehend vom Genre des Horrorfilms und der weiblichen Rolle des Opfers. Großformatige, ungegenständliche Bilder mit Texten und Titeln von Horrorfilmen oder auch selbst erfundenen Parolen inszeniert Ditz zusammen mit Videocollagen, Spiegel- und Neonarbeiten zu filmischen Settings. Auch die Titel der drei unterschiedlichen Jahresgaben, die Ditz für den Kunstverein produzierte, sind Zitate aus Horrorfilmen, die von Frauen gesprochen oder gesungen wurden. Am markantesten und ikonografischsten ist vielleicht ihre Neonarbeit mit dem Titel „I’M A CLICHE“, die ihren Ausgangspunkt weniger in den minimalen Bestrebungen Dan Flavins hat, als in ihrem Aufscheinen formelhaft Ausdrücke einer dezentrierten Massenkultur wiedergibt. 

Cordula Ditz hat an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und der Akademie bildende Kunst in Wien studiert. An der Universität Hamburg studierte sie Systematische Musikwissenschaft und Medienwissenschaften. Sie ist bildende Künstlerin, Musikerin und DJ.

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