Jeff Burton

blue cable, 2000

1800* Euro

Los Angeles ist neben der Traumfabrik Hollywood Sitz einer umsatzstarken Porno- Industrie, für die Jeff Burton als Fotograf von Filmstills arbeitet, die als Videocover und für Zweitverwendungen in Magazinen vermarktet werden. Im Laufe der Zeit begann Burton bei seiner Tätigkeit die Perspektiven zu verändern, sich vom Zentrum des Geschehens abzuwenden und auf Details oder ganze Interieurs zu konzentrieren. Ergebnis sind Fotografien, die zum einen die Drehorte, häufig überbordend luxuriös eingerichtete Häuser von Neureichen, dokumentieren, zum anderen in manchmal sehr humorvoller Weise die in ihrer Isolation absurd erscheinenden Props, die vom Chaos am Set zeugen, in den Vordergrund stellen. Die Akteure bleiben dabei Teil des Bildausschnitts, allerdings meist an den Rand gedrängt oder in ihren Aktionen nicht eindeutig zu erkennen. So auch in seiner Jahresgabe, einer Fotografie, deren Fokus auf ein blaues Kabel auf einem Edelholztisch gerichtet ist, in dessen spiegelnder Oberfläche zwei Darsteller bei der Arbeit zu erkennen sind.

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