Klaus Erichsen

Die Linie wird zum Bild, 2010

950* Euro

Klaus Erichsen (* 1942, lebt in Hamburg) komponiert seine Malerei mit Farben, Linien und geometrischen Formen, ohne dass die Abbildung von Gegenständen beabsichtigt ist. Dennoch entstehen seine kontrastreichen Bilder aus der malerischen Auseinandersetzung mit der Natur, mit ihren Kräften, ihren unterschiedlichen Formen und Wucherungen. Das eigentliche Bild aber ist genuin abstrakt. Dabei bleibt der Entstehungsprozess auf der Leinwand stets nachvollziehbar und wird selbst wieder zum Bestandteil der Arbeit. Diesen Aspekt greift auch Erichsens Titel „Die Linie wird zum Bild“ auf. Der freie, malerische Prozess führt die Linien über die Leinwand, lässt sie sich überschneiden, parallel nebeneinander herlaufen oder überlagern, bis sie ein Dickicht bilden und den Raum der Leinwand vermessen. Dennoch sind es Kompositionen die den räumlich vielschichtigen Malereien ihre letztliche Gestalt verleihen. „So entstehen Bilder von imaginierter Kraft und meditativer Konzentration, die zwischen expressiver Gestik und sensiblem Rhythmus, zwischen Ruhe und Spannung changieren und für den Betrachter zu Spiegelbildern eigener Stimmungen werden“ kommentierte Jürgen Schweinebraden im Katalog zu „Heimspiel“ im Kunstverein Hamburg 1990.

Klaus Erichsen studierte an der Werkkunstschule Hannover. Seine Arbeiten waren in Ausstellungen in der Overbeck-Gesellschaft in Lübeck, im Landesmuseum Oldenburg oder im Kunstverein Hamburg zu sehen.

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