Mathilde Rosier

Fourrure, 2010

800* Euro

Mathilde Rosier (*1973, lebt in Berlin und Bourgogne, Frankreich) setzt sich in ihren Arbeiten vielfach mit theaterartigen Inszenierungen auseinander. In ihren Installationen, Filmsets oder Musikperformances fügen sich die einzelnen Elemente wie Papierarbeiten, Skulpturen, Kostüme oder die Künstlerin selbst am Klavier zu Tableau vivants zusammen, die an vergangene Zeiten und ihre gesellschaftlichen Konventionen erinnern. Ihre bildlichen Darstellungen übersetzt Rosier in traumartige Situationen, denen etwas Unnahbares und Abgründiges zu eigen ist. Rosier inszeniert symbolische Codes, die zwischen Schein und Sein changieren und in denen ein unauflösbar rätselhafter Rest verbleibt. Ihre Arbeiten hinterfragen tradierte Darstellungsweisen auf ihren Deutungsanspruch, indem sie Realität und Fiktion miteinander verschränken. Die Zeichnung „Fourrure“, was übersetzt Pelz bedeutet, mutet seltsam aus der Zeit gerissen an. Das an klassische Statuen erinnernde Gesicht wird von einem Fuchspelz umrahmt. Das menschliche Antlitz tritt gegenüber dem Pelz beinahe zurück, so dass das stereotype Statussymbol zum bestimmenden Merkmal und mit Bedeutung überfrachtet wird. 

Mathilde Rosier hat an der École Nationale Supérieure des Beaux Arts in Paris studiert. Ausstellungen  und Performances waren kürzlich zu sehen im Musée Jeu de Paume, Paris, in der Serpentine Gallery, London, im Camden Arts Centre, London und in der Staatsgalerie Stuttgart.

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