Hank Schmidt in der Beek

Ohne Titel, 2009

Hank Schmidt in der Beek (*1978, lebt in Berlin) dienen Kunstgeschichte, Dokumentarfilm, Ausstellungsbesuche und Vorträge als Archiv um neue Bedeutungsebenen herzustellen. Seine automatisierte Malmethode, eine prozesshafte Arbeitsweise, bringt die verfilmte Malerei in Dokumentationen über Mondrian, Magritte, Beckmann, Ernst und Hockney zurück auf die Leinwand. Somit überträgt er die Technik eines anderen Malers als narrative Strategie in eine eigenständige, autonome Malform. Schmidt in der Beeks Collagen liegt eine persönliche Bibliothek visueller Elemente zu Grunde, die er neu zusammenfügt. Verschiedenste visuelle Ebenen erzeugen durch die Produktion neuer Bedeutungen eine formalistisch, grafisch und unverwechselbar humorvolle Ästhetik. In der Serie „Man Ray im Internationalen Kontext“ treffen visuelles Material der Kunst- und Filmikonen aus den 1920er und 1930er Jahren, das sich fest im allgemeinen Bildgedächtnis eingebrannt hat, aufeinander. Laurel und Hardy selbst sind es, die die Klassiker der modernen Kunstgeschichte abseits des theoretischen Diskurs hinterfragen, fast als ob sie diese dem Betrachter neu erklären wollten. Ohne Worte versteht sich.

Seit 2000 erarbeitet Hank Schmidt in der Beek in einer kollaborativen Praxis gemeinsam mit Niklas Schechinger zahlreiche Ausstellungs- und Buchprojekte, die international gezeigt und veröffentlicht werden. Hank Schmidt in der Beek studierte an der Akademie für Kunst und Design in Offenbach und an der Académie des Beaux-Art Bruxelles.

Schließen