Nina Canell

Soon You Will And Soon All Have Forgotten Things Will Have All Things Forgotten You, 2009

800* Euro

Nina Canell (*1979, lebt in Berlin) überführt in ihren fragilen Installationen von Menschen gemachte Objekte und natürliche Fundstücke in Versuche über Veränderlichkeit. Elektrische Geräte und Neonröhren gehen eine Verbindung mit Wasser und Steinen, mit Musikinstrumenten und Besenstielen ein, die aus ihren vertrauten Gebrauchszusammenhängen gelöst und zu unhierarchischen Assemblagen zusammengefügt werden. In den temporären Formfindungen werden die Materialien dabei selbst zum Handlungsträger und entfalten ihre eigene zeitliche und narrative Logik. Für ihre Präsentation „Soon You Will Have Forgotten All Things and Soon All Things Will Have Forgotten You“ auf der diesjährigen Art Basel wurde sie mit dem Baloise Kunst-Preis 2009 ausgezeichnet. Ihre Jahresgabe für den Kunstverein Hamburg nimmt diese Installation zu ihrem Ausgangspunkt. Das nunmehr eher notdürftig zusammengesetzte Bild mit vier Zweigen, war ursprünglich zweigeteilt und zeigte auf Vorder- und Rückseite je eine Hälfte des Bildes sowie eine Hälfte des oben genannten Satzes. Hier aber sind nur noch die personifizierten Gegenstände zu sehen, die ihre eigene Existenz beanspruchen und wie eine Geheimschrift ihre eigene Sprache zu sprechen scheinen. Die sprachliche Reflexion aber wird zu einem unlesbaren Rätsel: „Soon You Will And Soon All Have Forgotten Things Will Have All Things, Forgotten You“.

Die schwedische Künstlerin hat in Dublin studiert und zuletzt im Rahmen des Residency-Stipendiums von Location One in New York gelebt. Sie hat kürzlich bei der Manifesta 7 in Rovereto, im Muhka, Antwerpen, im ICA London und der Galerie Konrad Fischer, Düsseldorf ausgestellt.

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