Aaron Angell

Walking Coin (seltzer), 2012

250* Euro

Das Prinzip der Collage hat Aaron Angell (*1987 in Kent, lebt in London) internalisiert und verbindet in seinen Ausstellungen und Werken eine ganze Bandbreite von Techniken, Einflüssen und Referenzen. Neben klassischen Collagen stehen Keramiken, (Wand-)Malereien, Videos und Skulpturen und der Bezugsrahmen umspannt das gesamte 20. Jahrhundert bis heute. Sein Umgang mit den Medien, der Kunst- und Kulturgeschichte ist ungezwungen. Ob angewandtes Objekt oder autonomes Kunstwerk, sie verbinden sich zu märchenhaften Anordnungen, in denen das Seltsame oder das Erstaunliche einen hervorgehobenen Platz zugewiesen bekommt.

Dem System des Austauschs und des wandernden Gedankens entspricht seine Jahresgabe für den Kunstverein, die sich mit dem Zusatz "seltner" einerseits an das ikonische "Kippen Seltner"-Multiple von Martin Kippenberger anlehnt, und andererseits als bildlose Münze an archaische Tauschsysteme erinnert. Als Keramik ist der Tausch vermutlich im klassisch ökonomischen Sinne ein schlechter, da nicht aufwiegbar, dafür aber im symbolischen Sinne umso gehaltvoller: Taler, Taler, du musst wandern... Und der "coin walk"?: ein billiger Zaubertrick.

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