Luther Price

Wax Paper Inkblot, 2007–2011

2500* Euro

Luther Price (*1962 in Marlborough, USA, lebt in New York, USA) hat eines der ungewöhnlichsten Gesamtwerke im Experimentalfilm geschaffen. Bekannt ist er u.a. für seine intensiven Super-8-Filme, die biografisch geprägt und immer stärker in die Bildhauerei übergegangen sind. Price arbeitet nur mit Filmmaterial, das er zuvor zerkratzt oder verfärbt oder dessen Perforation er versetzt hat. Zuweilen vergräbt er das Filmmaterial vor der Montage im Garten. Er verformt Bilder, um ihnen weitere Deutungsschichten zu geben. Handarbeit steht im industriellen Zeitalter für maschinell nicht reproduzierbare Sorgfalt und tatsächlich erinnert die direkte Arbeit mit den kleinen Filmbildern an die Arbeit in einem wissenschaftlichen Labor. In der Vergrößerung der Projektion entfalten die künstlerischen Präparate eine derbe, zerstörerische Kraft. Die Wachsarbeiten sind Kompositionen, die in ihren kräftigen Farbverschmierungen und ihren Rissen und Kratzern an abstrakte Gemälde von Joan Mitchell oder Gerhard Richter erinnern. Sie sind Nebenprodukte seiner filmischen Prozesse bei der Erstellung der Serie von „Inkblot“ Filmen, in denen er Wachspapier unter Filmstreifen legt, um diese dann zu bemalen, zu verkratzen oder anderweitig zu manipulieren.

  • Ausstellungen:
  • 2014
  • Kunstverein in Hamburg, D (G)
    Participant INC. New York, USA (E)
    Studio 18, Gertrude Contemporary, Melbourne, AUS (G)
  • 2013
  • Vilma Gold, London, UK (E)
    Callicon Fine Arts, New York, USA (E)
    CIRCUS Galerie, Berlin, D (E)
    Institute of Contemporary Art, Boston, USA (G)
  • 2012
  • Whitney Biennale, Whitney Museum of American Art, New York, USA (G)
    DeCordova Sculpture Park and Museum, Lincoln, USA
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