Matheus Rocha Pitta

Curfew (Hamburg February 6th 2020)

1500* Euro

Matheus Rocha Pitta (*1980 in Tiradentes, Brasilien, lebt und arbeitet in Berlin und Rio de Janeiro) untersucht in seinem Werk die ethischen und politischen Implikationen von Körpersprache, Gestik und Sprache. Im Laufe der Jahre hat er ein umfangreiches Archiv von Zeitungsausschnitten zusammengetragen, die nach alltäglichem gestischem Ausdruck und Herkunftsort geordnet sind. Diese Bilder werden zur Grundlage für Collagen, die er in mehrschichtigen Kompositionen in gegossenem Beton arrangiert, wo sie zu einer neuen skulpturalen Sprache versteinert werden.

Die Grundlage seiner exklusiven Jahresgabe bildet Zeitungsausschnitte, die Rocha Pitta am Tag seiner Ankunft in Hamburg zur Installation seiner Ausstellung kaufte und deren Titel dieses besondere Datum im Februar widerspiegeln. Indem er die Zeitung einbettet, kombiniert er den alltäglichen Charakter der Medien mit der Art von "Steinzeit"-Kommunikation, die wir mit den Steintafeln assoziieren. In die Betonoberfläche dieser Tafeln hat er Bilder eingebettet, die ein männliches Subjekt darstellen, das sein Gesicht bedeckt. Dieser Akt des Bedeckens wird im Titel der Arbeit "Curfew" verdoppelt, wo Rocha Pitta mit der Etymologie der "Ausgangssperre" spielt, einem aus dem Altfranzösischen entlehnten Wort, das "bedecken" bedeutet. Rocha Pitta hat die Hände entfernt und verschoben, um ein rahmendes Motiv in der Mitte der Tafeln zu bilden - die Art von Handgesten, die von Fotograf*innenen verwendet werden, um sich ein Bild vorzustellen. Die Worte “so” “see” “me” “thing” umgeben die Bilder, sind in die Oberfläche des Betons eingeprägt und so angeordnet, dass sie mehrere Lesemöglichkeiten bieten, um die Tafel zu entschlüsseln. Rocha Pitta weist auf die inhärenten Versprechungen in der Kommunikation hin und wie sie sich materialisieren.  

  • Ausstellungen:
  • 2020
  • The Curfew Sirens, Kunstverein in Hamburg (E)
  • 2019
  • Cadeira Cativa, Auroras, São Paulo (E)
  • 2018
  • Reintegração de Posse, Casa do Sertanista, São Paulo (E)
    Memória Menor, Museu de Arte Moderna do Rio de Janeiro (E)
  • 2017
  • O Ano da Mentira e O Reino do Céu, Athena Contemporânea, Rio de Janeiro (E)
    To the winners the potatoes, Kunstlerhaus Bethanien, Berlin (E)

  • 2014
  • The Great Acceleration – Taipei Biennale, Taiwan, 2014 (G)
  • 2013
  • Collective Fictions, Palais de Tokyo, Paris, 2013 (G)
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