Cordula Ditz

Don’t do anything I would do

1500* Euro

Cordula Ditz (*1972 in Hamburg, lebt und arbeitet in Hamburg) schafft mit Malerei, Videos und Mixed-Media-Installationen Bildwelten, die ihre eigene Herkunft und Performativität offenbaren, um die mediale Repräsentation und Produktion normativer Codierungen zu reflektieren. Ihre exklusiven Jahresgaben gehen auf ihre Installation Your Silence is Very Disturbing (2020) zurück, die im Zuge der #metoo-Ära mit dem Leitmotiv der Sichtbarkeit spielte. Ditz arbeitete hier aus einer feministischen Position heraus, indem sie Fundstücke aus ihrer umfangreichen, thematisch fokussierten Recherche - Fotografien, Filmstills, Bilder aus dem Internet, Zeitungsausschnitte, Reproduktionen von Kunstwerken - auswählte und zu digitalen Collagen zusammensetzte. Ditz hat diese Elemente arrangiert und auf semitransparenten Fahnenstoff gedruckt. Die Arbeiten wurden mit ebenso ausdrucksstarken wie überlagernden Gesten übermalt, wodurch eine Spannung zwischen den fotografischen Abzügen und der individuellen Handschrift der Künstlerin entsteht. Mit diesen malerischen Interventionen lenkt sie die Aufmerksamkeit auf den frauenfeindlichen Inhalt dieser gefundenen Fotografien und Werbungen und entlarvt die Absurdität von Botschaften wie "Hypnose kann schlank machen!". Einige Arbeiten zeigen Bilder von maskierten Frauen neben schwebenden Teilen von Beinen, Händen und Lippen. Aufgrund der Anonymität dieser Bilder werden wir von der Beziehung zwischen Sichtbarkeit und Vergegenständlichung angezogen, die durch einen Blick von außen befohlen wird. Ditz schlussfolgert, dass weibliche Handlungsfähigkeit nicht durch beides definiert wird.

  • Ausstellungen:
  • 2020
  • BEING LAID UP WAS NO EXCUSE FOR NOT MAKING ART, HUMOR NACH #METOO, Kunstverein in Hamburg (G)
    MIND the GAP #1, Bieberhaus, Hamburg (G)
  • 2019
  • ORF TELETEXT trifft Kunst, Ars Electronica (G)
    Fuzzy Dark Spot, Sammlung Falckenberg, Deichtorhallen Hamburg (G)
    Sanctum, Big Medium, Austin, USA (G)
    I’m just not in the running as I stand beside the track – 1000 Couplets von Moondog, Kunstverein Harburger Bahnhof (G)
  • 2018
  • How To Disappear, Conradi (E)
    Alone in the Dark, Il Caminetto, Hamburg (E)

  • 2017
  • Kluckyland Sammlung Heiss, Othmargasse, Vienna (G)

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