Joseph Grigely

It’s not just undrinkable – It’s really bad…, 2016

1200* Euro

Joseph Grigelys (*1956 in East Longmeadow, Massachusetts, lebt und arbeitet in Chicago) konzeptuelles Werk kreist beständig um verbale und nicht visuelle Kommunikation. Besonderes Augenmerk richtet er auf die Leerstellen und Missverständnisse, die dabei entstehen. Grigely untersucht die Bedingungen, Umstände und Anlässe menschlicher Interaktion, indem er alltägliche Unterhaltungen – ob ernst, humorvoll oder schlicht banal – als Wandarbeiten, Drucke oder Skulpturen inszeniert. Seine Conversation Pieces bestehen aus vollgeschriebenen Notizzetteln, die Überbleibsel vergangener Gespräche sind, welche der Künstler führte. Durch einen Unfall ist Grigely seit jungen Jahren taub, sodass sein jeweiliges Gegenüber auf schriftliche Konversation angewiesen ist, wenn es die Zeichensprache nicht beherrscht, während er selbst spricht. Seit über 15 Jahren sammelt der Künstler diese Fragmente, von denen er mittlerweile ein Archiv aus über 10.000 Notizen zusammengestellt hat.

Die exklusiv für den Kunstverein produzierte Jahresgabe It's not just undrinkable–It's really bad..., 2016, entstammt diesem Archiv und scheint wie den Aufbautagen in Hamburg entnommen. Indem seine Notizen stets nur eine Seite der Kommunikation manifestieren, verweisen sie auf den flüchtigen Charakter gesprochener Sprache und überlassen es dem Publikum, sich den Rahmen der Unterhaltung zu ergänzen.

  • Ausstellungen:
  • 2016
  • The Gregory Battcock Archive, Kunstverein in Hamburg (E)
    Language, Hygiene Museum Dresden (G)
  • 2015
  • The Gregory Battcock Archive, Grazer Kunstverein (E)
  • 2014
  • Whitney Biennale (G)
    Please come, MoMA NY (G)
  • 2013
  • Le principe Galapagos, Palais de Tokyo, Paris (G)
  • 2012
  • Microarchives, Royal Academy of Fine Arts, Antwerpen (G)
  • 2011
  • Alice in Wonderland, TATE Liverpool (G)
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