Seminare

In Zusammenarbeit mit Universitäten und Kunsthochschulen entwickeln wir Beiträge zum Diskurs im Kontext unserer Ausstellungen und der zukünftigen institutionellen Entwicklung. Zudem ist der Kunstverein in Hamburg an universitären Forschungsprojekten beteiligt, um das eigene Tun kontinuierlich kritisch zu reflektieren und von Forschungsergebnissen zu profitieren.

Seminare der HFBK Hamburg

Close Reading/Writing – Textformen in der zeitgenössischen Kunst

Sommersemester 2020

Dozentin: Bettina Steinbrügge im Kunstverein in Hamburg
Dienstags, im zweiwöchentlichen Turnus, 14–16 Uhr

Anhand von den unterschiedlichen Textformen, die im Bereich des Kunstfeldes publiziert und gelesen werden, möchte das Seminar untersuchen, was die unterschiedlichen Textformen ausmacht und wie Qualitätskriterien für einen Text angelegt werden können. 

Im Mittelpunkt des Close Reading/Writing - Seminars steht die gemeinsame Lektüre und Diskussion unterschiedlicher Theorieformen. Es handelt sich um ein Lektüreseminar, in dem der Umgang mit Text im Vordergrund steht. Neben den behandelten Themen wird dabei auch in die Methodik des präzisen und effizienten Lesens von Texten eingeführt ("Close-Reading") wie auch in die Erstellung von eigene Kurztexten über die eigene künstlerische Arbeit.

How Institutions Think

Wintersemester 2019 / 2020

Dozentin: Bettina Steinbrügge im Kunstverein in Hamburg
Dienstags, im zweiwöchentlichen Turnus, 14–16 Uhr

Im 21. Jahrhundert sind Museen, Ausstellungshäuser aber auch Künstler*innen und Kurator*innen mit neuen Aufgaben und neuen Herausforderungen konfrontiert. Die Bedingungen der Globalisierung, des Kunstmarktes, des sich verändernden Besucherverhaltens aber auf neue Entwicklungen in der zeitgenössischen Kunst selbst macht die Präsentation und Vermittlung von Kunst zu einer gesellschaftspolitischen Herausforderung, die verlangt, dass die Kunstgeschichte sowie kulturelle, soziale, politische und philosophische Aspekte berücksichtigt werden. In 2017 haben Paul O’Neill, Lucy Steeds und Mick Wilson im Rahmen der LUMA Foundation und des MIT Press die Publikation How Institutions Think: Between Contemporary Art and Curatorial Discourse herausgegeben. Zeitgenössische Kunst und kuratorische Arbeit sowie die Institutionen, in denen sie untergebracht sind waren oft Zentren der Macht, Hierarchie, Kontrolle, Wertschätzung und Disziplin. Selbst die fortschrittlichsten unter ihnen stehen vor dem Dilemma, als institutionalisierte Anti-Institutionen zu existieren. Diese Anthologie, die ihren Titel aus Mary Douglas '1986 erschienenem Buch How Institutions Think (Wie Institutionen denken) bezieht, überprüft die Praktiken, Gewohnheiten, Modelle und Rhetoriken der Institution und der Anti-Institution in der zeitgenössischen Kunst und in der kuratorischen Praxis. In dem Seminar lesen wir Texte und sprechen wir darüber, wie Institutionen Kunstpraktiken beeinflussen und wie sie das künstlerische Feld prägen.

Neben der Frage, was die institutionellen Vorgehensweisen für Künstler*innen bedeutet, möchte ich im Seminar auch Fragen diskutieren, ob Institutionenbildung noch möglich, machbar oder wünschenswert ist, ob es aufkommende institutionelle Modelle für progressive Kunst gibt und wie wir ethische Grundsätze festlegen und Institutionen entsprechend verändern können.

Übung vor Originalen

Wintersemester 2018/2019

Dozentin: Bettina Steinbrügge im Kunstverein in Hamburg
Dienstags, im zweiwöchentlichen Turnus, 14–16 Uhr

Das Seminar findet vor Originalen in Hamburger Museen und Ausstellungshäusern statt (Hamburger Kunsthalle, Bucerius Kunstforum, Deichtorhallen, Kunstverein in Hamburg, Museum für Kunst und Gewerbe).

In dem Seminar werden die Werkbeschreibung und –analyse von Malerei, Skulpturen/Objekten, Photographien und Videos geübt. Im Zentrum steht die in Sprache übersetzte Werkbetrachtung: formale und ikonographische Analysen, Material- und Technikbeschreibungen und Präsentationsform. Die Übung soll ermöglichen, aus der Werkbetrachtung Ansätze zur Interpretation zu erarbeiten und Inhalte der Forschungsliteratur eigenständig darauf zu beziehen.

Dabei sollen zentrale Probleme der Kunst der Moderne herausgearbeitet und die Mechanismen ihrer Bedeutungsproduktion diskutiert werden. 

CLASS RELATIONS

Sommersemester 2017

Dozentin: Bettina Steinbrügge im Kunstverein in Hamburg
Dienstags, im zweiwöchentlichen Turnus, 14–16 Uhr

Seit Jahrzehnten nutzen Künstler_innen und Aktivisten_innen ihre eigene künstlerische Praxis, um aktiv in das gesellschaftliche und politische Geschehen einzugreifen. In diesem Seminar werden wir den künstlerischen Aktivismus des 20. und 21. Jahrhunderts mit einer Konzentration auf zeitgenössische künstlerische Praktiken betrachten:. Das Seminar befasst sich aufbauend auf der Geschichte der aktivistischen Bewegungen in der Kunst und versucht die Dimensionen heutiger Aktivismen genauer in den Fokus zu nehmen. Dialogische, partizipatorische und kollektive Settings der Kunstproduktion werden diskutiert und auf deren Formen und Relevanzen hin untersucht. Am Schluss des Seminars sollen mögliche eigene Formen des künstlerischen Empowerment zur Diskussion gestellt werden.

Close Reading – POST-INTERNET
Sommersemester 2016

Dozentin: Bettina Steinbrügge im Kunstverein in Hamburg
Dienstags, im zweiwöchentlichen Turnus, 14–16 Uhr

Anhand von Texten, Theorien und Künstlerpositionen zum derzeit heißdiskutierten Begriff „Post-Internet“ will das Seminar untersuchen, wie sich die Theoriebildung um diesen Begriff gestaltet und was eigentlich genau diskutiert wird. Dabei geht es zugleich um die Frage, welcher Begriff von Visualität, welche Vorgehensweisen und sprachlichen Strategien der Beschreibung dieses neuen Phänomens zugrunde liegen.

Im Mittelpunkt des Close Reading – Seminars steht die gemeinsame Lektüre und Diskussion einschlägiger und programmatischer Theorietexte aus dem Bereich der noch nicht klar definierten Post-Internet Bewegung. Es handelt sich um ein Lektüreseminar, in dem zentrale Grundlagentexte analytisch erschlossen werden. Neben den behandelten Themen wird dabei auch in die Methodik des präzisen und effizienten Lesens von Theorietexten eingeführt (»Close-Reading«).

Die 1990er Jahre/Kunst in Zeiten des Übergangs
Wintersemester 2015/16

Dozentin: Bettina Steinbrügge im Kunstverein in Hamburg
Dienstags, im zweiwöchentlichen Turnus, 14–16 Uhr

Wir sind am Ende vieler Erzählungen, ziemlich melancholischer Erzählungen der 80er Jahre: Vom Ende der Geschichte, von Aids, vom Niedergang des Kinos, der Ideologien - und gleichzeitig stehen wir am Beginn der Globalisierung, des Internetzeitalters, eines neuen Jahrtausends. In dieser kurzen Übergangsphase entsteht eine neue Art der Kunstproduktion. Die Schlagworte und Entwicklungslinien dieser Jahre stehen im Mittelpunkt dieses Seminars und sollen anhand gemeinsamer Lektüre von einschlägigen und programmatischen Texten eingeordnet und diskutiert werden.

Die Seminarteilnehmer sind zudem aufgefordert, einzelne Künstlerpositionen in kurzen Vorträgen vorzustellen.

Seminare der HFBK Hamburg

The Exhibitionist – Reflexionen über einen Kunstverein
Wintersemester 2014/15

Dozentin: Bettina Steinbrügge im Kunstverein in Hamburg 
Dienstags, im zweiwöchentlichen Turnus, 14–16 Uhr

Im 21. Jahrhundert sind Museen, Ausstellungshäuser aber auch Künstler und Kuratoren mit neuen Aufgaben und neuen Herausforderungen konfrontiert. Die Bedingungen der Globalisierung, des Kunstmarktes, des sich verändernden Besucherverhaltens aber auf neue Entwicklungen in der zeitgenössischen Kunst selbst macht die Präsentation und Vermittlung von Kunst zu einer gesellschaftspolitischen Herausforderung, die verlangt, dass die Kunstgeschichte sowie kulturelle, soziale, politische und philosophische Aspekte berücksichtigt werden. Teil dieses Seminars ist eine Abfrage der sich geänderten Bedingungen, Rahmen und Kontexte. Wie kann auf dieser Basis ein Bedeutung generierendes öffentliche Diskussion im Rahmen eines Kunstverein entwickelt werden?

Im Laufe des Seminars werden wir die laufenden – wie geplanten Ausstellungen – mit in die Diskussion einbinden und dabei über die spezifischen Diskurse der einzelnen Projekte wie auch deren Perspektive für ein Gesamtprogramm sprechen. Es werden die Protagonisten der einzelnen Projekte zu Wort kommen, zudem werden wir Texte aus der Zeitschrift »The Exhibitionist« als Diskussionsgrundlage mit in das Seminar einflechten.

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