5.3. –12.6. 2022

Vorschau

Andrzej Steinbach

Modelle und Verfahren

Andrzej Steinbachs künstlerische Praxis umfasst das Medium Fotografie, Sound, Videoarbeiten, Skulpturen sowie Installation, sein Schwerpunkt findet er aber im Bereich der Fotografie, die er auf ihre gesamten Facetten hin durchleuchtet. Kulturelle Symbolik, Geschichte, soziale Praxis und deren Bedeutung für Individuen und ihre Identitätsbildung spiegeln das zentrale Interesse seiner künstlerischen Arbeit. Das Porträt und die ideologischen Gebrauchsweisen sind dabei immer wieder Ausgangspunkt, um Aussagen über die Verfassung und potenzielle Veränderung von Gesellschaft machen zu können. Spezifische Zuschreibungen spielen dabei eine ebenso große Rolle wie angeeignete oder konterkarierte Posen, die die Porträtierten zu Figuren, zu Trägern von Bedeutung, werden lassen. Die Ausstellung in Hamburg wird die unterschiedlichen Serien erstmalig zusammen zeigen und zudem eine neue Produktion präsentieren. Zudem werden wir die erste Übersichtsmonografie beim Spector Verlag in Leipzig herausbringen.

Andrzej Steinbach, geboren 1983 in Czarnków (Polen), lebt und arbeitet in Berlin. 2015 Abschluss als Meisterschüler bei Prof. Heidi Specker an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB). Gewinner u.a. des „Bundespreis für Kunststudierende“ 2017, des „Sächsischen Landesstipendium für Meisterschüler“ 2016 und den "Wüstenrot Stiftung Dokumentarfotografie Förderpreis 11“. Vertreten ist er in den Sammlungen u.a. des MOMA (New York), der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland. Ausgestellt hat er u.a. im MoMA, der Kunsthalle Wien, den Deichtorhallen Hamburg, dem Centre for Contemporary Photography (Melbourne) und der Bundeskunsthalle Bonn. Die Ausstellung im Kunstverein in Hamburg ist seine erste große institutionelle Einzelausstellung.

Kuratiert von Bettina Steinbrügge

Förderer

Drücken Sie ESC, um die Suchmaske zu schließen.